Nov 29 2009

Getrennter Unterricht: Alter Zopf erlebt Wiedergeburt als Bildungsinnovation

Jungen und Mädchen getrennt. Das war doch vorgestern. Irrtum. Deutschlandweit werden an immer mehr Schulen Jungen und Mädchen getrennt unterrichtet. Und das mit nachweisbarem Erfolg. Zum Beispiel Informatik: Tendenziell setzen sich in dem Fach Jungen reflexartig als coole IT-Machos in Szene. Unter anderem, um den Mädchen damit zu imponieren. Für die Girls mag das unterhaltsam sein.

Zopf © A. Bubrowski/CJD-UPDATE 2009Alter Zopf oder zeitgemäße Bildungsinnovation? (*)

Leider fällt ihnen dabei die Rolle „Mädchen und Technik“ zu, die viele auch annehmen. Dazu gehört etwa, sich am PC unbeholfen anzustellen und Jungen um rettende Hilfe zu bitten. Sind in Informatik Mädchen aber unter sich, erweisen sie sich als völlig normal talentierte IT-Anwender. Interessiert hacken und tüfteln sie plötzlich wie ihre männlichen Kollegen. Das Leistungsniveau steigt. Und die Noten auch. Ist getrennter Unterricht kein alter Zopf, sondern eine zeitgemäße Bildungsinnovation?

Lernverhalten verbessert sich, Zensuren gehen hoch

xl_alterchineseAlter Chinese mit Zopf.
Abb.: gemeinfrei

Es gibt auch den umgekehrten Fall: Mathematik zum Beispiel. Hier tun sich Jungen statistisch gesehen schwerer. Mädchen haben angeblich eine mehr mathematisch geneigte Auffassungsgabe, wie ein Notenvergleich zwischen den Geschlechtern zu belegen scheint. Doch möglicherweise ist auch das nur ein von Generation zu Generation weitergegebenes Klischee. Getrennter Mathematikunterricht soll den Effekt auf Jungen haben wie bei Informatik auf Mädchen. Das Lernverhalten verbessert sich, Zensuren gehen hoch, wie erste praktische Erfahrungen an Schulen zeigen.

Inwieweit ist getrennter Unterricht praxistauglich – etwa auf unserem Campus in Oberurff? Wird in der Oberstufe ein Kurs mehrfach angeboten, etwa Informatik in der Jahrgangsstufe 11 mit zwei Kursen, ist theoretisch die Bedingung für einen getrennten Unterricht gegeben, ohne dass die sonstige Schulplanung darunter leidet. Ähnliche Betrachtungen bieten sich für Naturwissenschaften an. Was halten die Leser von CJD-UPDATE davon?

Mädchen und Jungen in ausgewählten Fächern getrennt unterrichten?

  • Was soll das denn. Lehne ich ab.
    (62%, 217 Stimme/n)
  • Gute Idee. Ich bin dafür.
    (32%, 113 Stimme/n)
  • Ist mir egal.
    (6%, 22 Stimme/n)

Abstimmende insgesamt: 352

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Linksunten:

Koeduktion: Die Lücke zwischen den Geschlechtern hm.png

(*) Text/Bild: Andreas Bubrowski

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Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken | Zuletzt aktualisiert: 29.11.2009, 19:20 Uhr


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3 Kommentare

3 Kommentare to “Getrennter Unterricht: Alter Zopf erlebt Wiedergeburt als Bildungsinnovation”

  1. Online-Redaktion Identicon Icon Online-Redaktionam 29. November 2009 um 21:38 3

    OK, macht nix – ist wieder draußen…

  2. Chrissy. Identicon Icon Chrissy.am 29. November 2009 um 21:33 2

    Das Letzte Wollt ich garned Abschicken.
    Sorry. :u)

  3. Chrissy. Identicon Icon Chrissy.am 29. November 2009 um 18:28 1

    Ich finde wenn man mit den Jungs Unterricht hat, ist es oft Viel Lustiger.
    Manchmal können sie nerven, aber ohne Jungs.
    Nie im Leben. :D Das Wäre zu Langweilig. -.-

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