Sep 07 2007

Wirksame Harmonizer bei Klassenarbeiten: Lavendel, Limette, Lemongras

Abgelegt 0:22 unter Christophorusschule,Trends & Tipps

Von Andreas Bubrowski

Eines der unbestechlichsten Organe ist die Nase. Während etwa das Auge schon mal dem schönen Schein zum Opfer fällt, leitet die Nase „ungeschminkt“ alles direkt an das Gehirn weiter, was sie auffängt.

teaser_nase.jpgDie Nase ist ein unbestechlicher Sensor, auch beim Menschen.
(Foto: Pixelio.de)

Selbst Atmosphärisches. Der Ausspruch „jemanden nicht riechen können“ hat hier seinen Ursprung.

Während der Sehvorgang von der optischen Wahrnehmung bis zu neuronalen Umsetzung im Bewusstsein ein extrem komplexer Prozess ist, den die Wissenschaft bis heute nur teilweise kennt, ist das Riechen weitgehend erforscht. Riechen ist so unbestechlich, weil die Nase wie kein anderes Sinnesorgan AUF KURZEM WEG mit dem zugehörigen Gehirnzentrum verbunden ist. Daher lässt sich mit Düften die Stimmung wie mit einem Drehknopf am Radio tunen. Zum Beispiel mit Lavendel, Limette, Lemongras.

„Alles nur Einbildung,“ werden die etwas weniger Sensiblen spotten. Doch die harmonisierende Wirkung von Düften ist längst wissenschaftlich nachgewiesen. Das Wissen nutzen heute zum Beispiel Kinderchirurgen. Manche empfehlen bei Kleinkindern, die wegen eines Geburtsfehlers am offenen Herzen operiert werden müssen, dass in der Nähe des Bettchens in einer Duftlampe liebliche Zitrusdüfte verteilt werden, zum Beispiel Orange. Das macht die kleinen Patienten, die sich noch nichts „einbilden“ können, spürbar ruhiger.

Bei Klassenarbeiten wach und konzentriert sein

AROMATHERAPIE heißt das Fachgebiet der Naturheilkunde, das sich mit den Düften beschäftigt. Doch es bedarf keines Therapeuten, um herauszufinden, was man gerade „braucht.“ Ist man gerade abgeschlafft und ausgebrannt, kann das Schnüffeln an einem Fläschchen Angelikawurzel schnell wach und munter machen. Und nichts macht einen nach kaltem Rauch stinkenden Raum schneller „rein“ als das Versprühen von Zitrone. Bevor Weihrauch übrigens zum magisch religiösen Kultobjekt wurde, diente es im Orient schlicht und einfach zum Desinfizieren von Räumen.

Nasen aus der 6bNasen aus der Klasse Gy-6f (Bild: abu)

Welcher Duft passt nun zu welcher Stimmung? Am besten einfach die eigene Nase fragen. WENN ein Duft gerade passt, erzeugt er beim Riechen SOFORT ein angenehmes Gefühl. Ist nichts wahrnehmbar oder gar Abneigung spürbar, sollte der Duft schnell weggestellt werden.

Bei Klassenarbeiten bieten sich besonders die drei großen L-Düfte an: Lavendel (*), Limette, Lemongras. Sie machen ruhig, aber nicht schläfrig. Zugleich fördern sie das Konzentrationsvermögen. Einfach ein paar Tropfen auf ein Taschentuch geben und es in Riechnähe legen. Sicherheitshalber die Nachbarn um Erlaubnis fragen. Denn was dem einen gut riecht :-, kann dem anderen stinken >:i.

Düfte sind meist DESTILLATE von Pflanzen, so genannte ätherische Öle. Vorsicht beim Kauf! Düfte, die NICHT aus ökologischem Landbau stammen, sollte man seinem Gehirn NICHT antun. Die sind fast immer synthetisch oder mit Zusatzstoffen versetzt. Ökologisch angebaute ätherische Öle, versehen mit dem Vermerk der lateinischen Bezeichnung und dem Herkunftsland der verwendeten Pflanzen, sind dagegen unbedenklich.

(*) Fachleute empfehlen, für Aromatherapie NUR Lavandula angustifolia zu benutzen, nicht die etwas billigeren Hybrid-Züchtungen.

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Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken | Zuletzt aktualisiert: 22.02.2010, 20:05 Uhr


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