Mrz 05 2010

Sprechende Hände

Hände können sprechen. Nicht wörtlich, sondern durch Gesten. Schüler mit einem angeborenen Vortragstalent halten bei Referaten Arme und Hände meistens von ganz allein „richtig.“ Doch was ist in dem Zusammenhang richtig, was falsch? Und warum jeweils?

Hände können (an)sprechen. (*)

Grundsätzlich gehören heutzutage Grundkenntnisse über Vortragstech­niken zur Allgemeinbildung. Wer würde etwa gern bei einem Bäcker einkaufen, wenn der Azubi hinter der Theke mit verschränkten Armen herumsteht? Und welche Chancen auf eine Bestnote hat ein Abiturient, wenn er in einem Prüfungsvortrag wild mit den Händen gestikuliert oder diese zwischendurch in die Hosentasche steckt? Weiterlesen »

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Jan 09 2010

Käßmann + Afghanistan = kalter Krieg?

Bischöfin Margot Käßmann.
Foto: gemeinfrei

Margot Käßmann ist Rats-
vorsitzende der EKD1.
Das Amt gilt als staatstragend und regierungskonform. Es wird außerdem erwartet, dass der Inhaber die Beschlüsse und Handlungen der jeweiligen Regierung wenn schon nicht kirchlich absegnet, so doch zumindest positiv kommentiert2. Käßmanns Vorgänger, Bischof Wolfgang Huber, hat sich während acht Jahren Afghanistan-Krieg stets ordentlich daran gehalten. Bischöfin Käßmann aber ist zu Weihnachten aus der konzertierten Harmonie von Politik und Kirche ausgestiegen. „Auch nach den weitesten Maßstäben der Evangelischen Kirche in Deutschland ist dieser Krieg so nicht zu rechtfertigen, deshalb muss die gewalttätige Auseinandersetzung möglichst rasch beendet werden“, sagte sie der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Seitdem sieht sich die fragil wirkende Theologin einem Dauer-Tsunami an erboster Kritik und Vorwürfen ausgesetzt. Eine große Tageszeitung bezeichnete das jetzt als kalten Krieg. Weiterlesen »

  1. Evangelische Kirchen in Deutschland (EKD), Gemeinschaft von 22 lutherischen, reformierten und unierten Landeskirchen.
  2. Vorausgesetzt, die Regierung wird von als etabliert und bürgerlich geltenden Parteien gebildet, also CDU, CSU, SPD und seit einiger Zeit auch Die Grünen

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Nov 29 2009

Getrennter Unterricht: Alter Zopf erlebt Wiedergeburt als Bildungsinnovation

Jungen und Mädchen getrennt. Das war doch vorgestern. Irrtum. Deutschlandweit werden an immer mehr Schulen Jungen und Mädchen getrennt unterrichtet. Und das mit nachweisbarem Erfolg. Zum Beispiel Informatik: Tendenziell setzen sich in dem Fach Jungen reflexartig als coole IT-Machos in Szene. Unter anderem, um den Mädchen damit zu imponieren. Für die Girls mag das unterhaltsam sein.

Zopf © A. Bubrowski/CJD-UPDATE 2009Alter Zopf oder zeitgemäße Bildungsinnovation? (*)

Leider fällt ihnen dabei die Rolle „Mädchen und Technik“ zu, die viele auch annehmen. Dazu gehört etwa, sich am PC unbeholfen anzustellen und Jungen um rettende Hilfe zu bitten. Sind in Informatik Mädchen aber unter sich, erweisen sie sich als völlig normal talentierte IT-Anwender. Interessiert hacken und tüfteln sie plötzlich wie ihre männlichen Kollegen. Das Leistungsniveau steigt. Und die Noten auch. Ist getrennter Unterricht kein alter Zopf, sondern eine zeitgemäße Bildungsinnovation? Weiterlesen »

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Nov 22 2009

Twitter-Updates der Woche bis zum 21. November 2009

Twitter-Updates der Woche von „Chris Christophorus“ bis zum 21. November 2009. Auswahl der Updates im Überblick.

Follow Twitter © A. Bubrowski/CJD-UPDATE 2009Hendrik (10b) weiß, wie man aus dem Labyrinth (im Phaeno) sicher wieder heraus kommt. Lohnt sich also, ihm zu folgen. Bild: Andreas Bubrowski

Auswahl der Tweets im Überblick. Weiterlesen »

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Nov 09 2009

9. November 1989: Da war mal was…

teaser_ausstellungPoster zur Ausstellung (Detail).
© dawarmalwas.de

Dass an diesem Tag - für einige überraschend, für andere weniger - die Mauer geöffnet wurde, ist vielen bekannt. Der Medienrummel der nächsten Tage wird nochmal die „grenzenlose Freude“ und die Trabbi-Schlangen, aber auch die enttäuschten Erwartungen thematisieren.  Aber was können, was wollen Jugendliche über die DDR wissen, ein Land, das schon vor ihrer Geburt unterging und doch als „neue Bundesländer“ und „Ossis“ irgendwie da ist? Die Comic-Ausstellung im Posterformat ‚Da war mal was‘ macht auf ungewöhnliche Weise auf das Thema ‚Alltag in der DDR‘ aufmerksam.  In der Cafeteria kann man zwei Wochen lang (bis 23. November) die verschiedenen Mini-Stories angucken.

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Nov 08 2009

TV-Kritik: „Wetten das…“ – Nichts drunter, weil nichts dahinter?

Von Andreas Bubrowski

teaser_lily_allenHat bei „Wetten das…“ abgesagt:
Lily Allen.
Foto: Keven Law

Lily Allen kam dann doch nicht. Obwohl es angekündigt war. Einmal am PC aufgerufen schadet es ja nicht, „Wetten das…“ in einem Browserfenster vor sich „hin-streamen“ zu lassen. So kann man nebenbei E-Mails beantworten, SMS verschicken und Fotos bearbeiten oder – wer noch dabei ist – sich öffentlich in einem xyzVZ zeigen.

Nachdem Michelle Hunziker im Bademantel erschienen war, wird der Ton abgeschaltet: Hunziker macht klar, dass sie nichts „drrrrunter“ hat und „Tommy,“ dass wenig bis nichts hinter seiner sich selbst zitierenden TV-Show steht, deren Haltbarkeits-
datum offenbar längst überschritten ist. Abgelaufene Lebensmittel werden noch verkauft, indem man sie billig macht. Sehr billig, lassen sich etwa sogar noch mit Salmonellen verseuchte Hühnchen verkaufen. Im TV ist das ganz ähnlich. Also sprudelt Gottschalk seine sexistischen Sprüche ab und deutet an, bei Hunziker Hand anlegen zu wollen, ob das wirklich stimmt, mit dem nichts drunter. Später kommt „Nackte-Popos-Raten“ hinzu. Billiger gehts nimmer. Also nichts dahinter. Ton aus. Weiterlesen »

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