Von Eike Herbold (Lehrerin für Deutsch/Geschichte)
Mitgenommen auf eine Zeitreise in das Berlin der siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts wurden die Schüler der Jahrgänge 12 und 13 von Reimund Groß, Schauspieler und Autor in Berlin. Er präsentierte den Schülern in frei erzählter Weise den Roman Irrungen, Wirrungen von Theodor Fontane bei einer Veranstaltung am 22. Februar im musischen Saal der Christophorusschule.
Viele Orte Berlins hat man schon gehört, nur war Wilmersdorf damals noch ein Dorf und der Zoologische Garten lag an der Stadtgrenze Berlins. In Irrungen, Wirrungen wird eine Gesellschaft beschrieben, in der ein Liebesverhältnis zwischen einer Wäscherin und einem Baron unmöglich erscheint. Liebe stand nicht im Vordergrund einer Beziehung, sondern der gesellschaftliche Status war wichtig. Ein Thema, das Theodor Fontane in seinen Romanen immer wieder aufgegriffen hat. Aus Sicht der Schüler heute kaum noch nachvollziehbar. Weiterlesen »
Twitter-Updates von „Chris Christophorus“ in den Wochen bis zum 21. Februar 2010 – Beginn des zweiten Schulhalbjahres.
Twitter-Bird und Schülerinnen der 10c nach erfolgreichem Vortrag in Physik über Wilhelm Conrad Röntgen. (Bild: A. Bubrowski/CJD-UPDATE, Grafik: Gopal Raju)
Auswahl an Tweet-Updates im Überblick. Mit zahlreichen ReTweets zu Ausbildungsplatzangeboten. Weiterlesen »
Schwule Mädchen, Lust auf Schweinereien – JEIN. Das sind so die Wortspiele, die junge Leute ansprechen. Zumindest wenn sie in stimmungsvollen Soundfiles daher kommen, wie eben bei FETTES BROT, sei es als lustige Provokation gegen bürgerliche Scheinmoral (Jein) oder stimmungsvolle Ironie über zwanghaften Medienkonsum (Bettina, zieh dir bitte etwas an).
Während Möchtegern-Gutmenschen des deutschen Pop die Umwelt akustisch mit schnulzig-schwülstigem Zuckerwerk belasten (à la Krieger des Lichts), gelingt es den BROTEN immer wieder, Gesellschaftskritik unprätentiös ihren zwischen Rock und Hip-Hop angesiedelten Liedern unterzuschieben – und damit glaubwürdig zu bleiben. Schönstes Beispiel: An Tagen wie diesen, ein Stück gegen die schleichende Militarisierung der Gesellschaft. Weiterlesen »
Unser heutiges Thema: Arbeitslose in unserer Gesellschaft!“ Die lebhafte Stimme der Moderatorin Silke ertönt und nacheinander führt sie drei Gäste ins Studio ihrer Talkshow: Susanne Maria Ellen, Norbert und Maximilian – äh, Verzeihung, Dr. Maximilian. Als plastischer Chirurg verdient dieser gut – Arbeitslose interessieren ihn nur am Rande.
Die Verfasserin spielt mit. (*)
Das Gegenteil dazu bildet Norbert, er ist selbst arbeitslos und muss sich mühevoll durch sein Leben schlagen. Susanne Maria Ellen schließlich lebt vom Verdienst ihres Mannes. Sie arbeitet nicht, hält sich aber dennoch für etwas Besseres als diese (wie sie sie nennt) „widerlichen Schmarotzer“. Weiterlesen »
Interview mit Markus Brettschneider, Jugendkoordinator Polizeidirektion Schwalm-Eder
So schlimm sind Welt und Jugend gar nicht, wie die Berichterstattung der Medien es oft vermittelt. Zumindest im heimatlichen Hessen ist das Straftataufkommen seit Jahren rückläufig. Allerdings liegt der Anteil minderjähriger Tatverdächtiger bei konstant hohen 30 Prozent, so der Jugendkoordinator der Polizeidirektion Schwalm-Eder, Markus Brettschneider, im Interview mit CJD-UPDATE.
Der Tatort am Bahnsteig in München Solln am 19. September 2009. Selbst sechs Tage nach der Tat legen Menschen Blumen ab, zünden Kerzen an und hinterlassen Briefe. Auch am gegenüberliegenden Bahnsteig befindet sich eine Gedenkstelle ähnlichen Umfangs1.
Foto: Alexander Kerschhofer
Zwar wird man im ländlichen Nordhessen kaum auf Schläger in öffentlichen Verkehrsmitteln treffen, weil eine entsprechende Infrastruktur städtischen Ballungsgebieten vorbehalten bleibt. Aber gerade der Schwalm-Eder-Kreis gerät immer wieder mit Übergriffen rechtsradikaler Schläger auf vermeintlich linke Passanten in negative Schlagzeilen. Und auch bei Partys gibt es gelegentlich Ärger, Dank Teufel Alkohol. Wie sich nun verhalten, wenn man Zeuge einer tätlichen Auseinandersetzung wird, vor allem wenn Jugendliche beteiligt sind? Die Empfehlung von Markus Brettschneider: „Nicht Wegschauen, aber auch nichts unnötig riskieren.“ Weiterlesen »
Am 19. September 2009 wurde Dominik Brunner bei dem Versuch, in der Münchener S-Bahn bedrängten Jugendlichen beizustehen, selbst von den Angreifern attackiert und dabei schwer verletzt. Er erlag wenig später seinen Verletzungen. ↩
Interview mit Reinhard Giesa, Kriminalhauptkommissar, Pressesprecher der Polizeidirektion Schwalm-Eder
Drogenkrieg in Treysa? Leser der Lokalpresse mochten sich im Oktober verwundert die Augen reiben. Ein einschlägig vorbestrafter Krimineller hatte kurz nach Haftentlassung versucht, in einem ehemaligen Produktionsbetrieb in Treysa einen „Jugendclub“ zu gründen, in dem mutmaßlich Drogen verarbeitet und an Kinder und Jugendliche verkauft werden sollten.
Drogenutensilien, gefunden in der alten Molkerei in Treysa.
Foto: Polizei Homberg
Wenig später gab es einen Brandanschlag auf den Tatort. Und nur wenige Wochen zuvor flog in Homberg (Efze) eine Drogenplantage in einer ehemaligen Industrieanlage auf, unter anderem, wegen des hohen Stromverbrauchs der Wärmelampen zur Aufzucht von Hanfpflanzen. Sind die Kinder und Jugendlichen im Schwalm-Eder-Kreis etwa besonders drogengefährdet? Wie können Eltern, Lehrer und Erzieher der Drogengefahr für Kinder und Jugendliche vorbeugen? Weiterlesen »