Sep 21 2008

Anhalten? Abschalten? Umkehren? Weitermachen?

Wegen einer Panne im Kühlsystem steht nach gut einer Woche der exklusive Teilchenbeschleuniger LHC in Genf erst einmal für voraussichtlich zwei Monate defekt in der Ecke. Es hat ja gleich am Anfang nicht richtig funktioniert. Kaum hochgefahren, gab es Probleme mit der Stromzufuhr. Später kam ein - wie es heißt folgenloser - Hackerangriff auf das Computersystem hinzu.

xl_dipolmagnet.jpgDer letzte Dipolmagnet wird installiert. Foto: © COPYRIGHT CERN

Jetzt ist ein Kabel durchgeschmort, das jene Dipolmagnete versorgt, die den „tödlichen“ Partikelstrahl im Zaum halten sollen, berichtete SPIEGEL-ONLINE – zunächst am Freitag. Am Sonntag dann ist in dem Online-Artikel heimlich, still und leise der Hinweis „tödlich“ gegen eine technische Beschreibung ersetzt worden. Ein CERN-Manager wird jetzt zitiert, dass der Partikelstrahl „ein Loch in einem oder zwei Magneten“ anrichten könnte. Nur nicht übertreiben. Oder doch: alles schön klein halten? Weiterlesen »

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Jul 13 2008

Ferienlektüre: Warum unsere Kinder Tyrannen werden

Von Andreas Bubrowski

Gleich vorab: Lehrer sollten dienstverpflichtet werden, das Buch Warum unsere Kinder Tyrannen werden von Michael Winterhoff gründlich zu studieren. Eltern sollten es immer zu Hand haben, spätestens wenn sie ihr Kind auf die Realschule oder das Gymnasium geben. Und das, obwohl der Verfasser gleich zu Beginn mit allen am Erziehungsprozess Beteiligten hart ins Gericht geht.

Copyrights 2008 Andreas BubrowskiBeziehungen in der Gemeinschaft: Wer hat welche Rolle? (*)

Nichts Geringeres als Missachtung der Psyche des sich entwickelnden Jugendlichen wirft er ihnen vor. Und schon nach wenigen Seiten Lektüre wird klar: Der promovierte Humanmediziner und praktizierende Kinder- und Jugendpsychiater aus Bonn hat wohl leider Recht. Unsere Gesellschaft neigt dazu, den Kindern das Kindsein zu stehlen. Die Folgen: Lernstörungen und dissoziales Verhalten. Weiterlesen »

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Jul 07 2008

Küssen setzt körpereigenen Drogen frei!

Wissenschaftler haben herausgefunden, warum Küssen und Kuscheln Spaß macht und außerdem noch biologisch sinnvoll ist: Der Spaß kommt von den körpereigenen Drogen (Opiaten) die beim leidenschaftlichen Kuss frei gesetzt werden; der biologische Sinn ergibt sich aus den Folgen des Küssens – die Familiengründung.

Copyrights 2008 Andreas BubrowskiKüssen entspannt und macht glücklich. Bild: Andreas Bubrowski

Die Wiener Anthropologin Elisabeth Oberzaucher hat die Körpersäfte Speichel, Schweiß und Urin von Liebenden unter die Laborlupe genommen. Und festgestellt, dass subtile Botenstoffe darin enthalten sind, die der potentielle Partner über den Geruch als angenehm und in der Folge den Körpersaftproduzenten als anziehend empfindet. Weiterlesen »

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Jun 04 2008

DIE WOLKE: Atom-Energie als Todesengel

Von Andreas Bubrowski

Das Herz ist die ganze Zeit über gerührt. Erst, als sich zwischen der 16-jährigen Hanna (Paula Kahlenberg) und dem Klassenkameraden Elmar (Franz Dinda) eine schüchterne Liebe offenbart, die mehr zu sein scheint als nur ein Flirt. Dann, wenn die Wolke kommt, die sich als Todesengel entpuppt. Und die Liebe sogleich der schwersten aller Prüfungen unterzieht, der Konfrontation mit Krankheit und Tod.

xl_wolke.jpgSequenz aus DIE WOLKE. © SWR

Der Film DIE WOLKE von Gregor Schnitzler aus dem Jahre 2006, im Physik- unterricht vormittags vorgestellt, geht besonders deshalb an die Nerven, weil alles so bekannt vorkommt. Er handelt von einem zum Supergau ausartenden Störfall in einem Atom-Kraftwerk im Fränkischen, nahe der südlichen Landes- grenze von Hessen. Also in unserer Nachbarschaft. Die Abiturprüfung, bei der es die ersten Küsse gibt, zugleich aber der ABC-Alarm ausgelöst wird, könnte auch in Oberurff stattfinden. Nachmittags - welch Zufall - findet sich in einer Tageszeitung folgendes: Die deutsche Kenkraft-Branche strotzt vor Selbstbewusstsein und erwartet eine Renaissance der Reaktortechnik. Weiterlesen »

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Mai 26 2008

Mit Zischen und Spritzen oder Physik zum Anfassen macht Spaß

Wie man heute am Beispiel der Jahrgangsstufe 11 vor dem naturwissenschaftlichen Pavillon beobachten konnte. Da machten sich Physiklehrer Daniel Klingelhöfer und die Schülerinnen K. und M. an einem länglichen, zylinderförmigen Gegenstand mit gelber Spitze zu schaffen.

Copyrights 2008 Andreas BubrowskiBeherzt zulangen oder besser Abstand halten? (*)

Der Umgang mit dem „Ding“ löste bei den Schülerinnen ganz unterschiedliche Reaktionen aus. Während K. beherzt zulangte und es in Position brachte, schien M. eher auf Abstand zu achten. Weiterlesen »

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Mrz 12 2008

Blickfang: Moderne Kunst, wache Aufmerksamkeit, wehende Fahnen

Wer nur gelegentlich im Kunst-Pavillon zu tun hat, mag sich verdutzt die Augen reiben, wenn er das weite helle Foyer betritt, von dem aus die einzelnen Fachräume verzweigen.

Copyright 2008 Andreas BubrowskiAnnabelle - wache Aufmerksamkeit. Bild: CJD-UPDATE

Denn er könnte meinen, in eine Ausstellung für moderne Kunst geraten zu sein. Schautafeln und Installationen bieten einen faszinierenden Einblick in die künstlerische Seite unserer Schülerschaft. Weiterlesen »

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