Aug 30 2006

Die neuen Fünfer: Zweiter Schulanfang oder sieben auf einen Streich

Nein, winkte die Regionalzeitung ab, Schulaufnahmen von Fünftklässlern würde man nicht mehr bringen. Es gäbe davon zu viel, das öffentliche Interesse sei daher zu gering. Dabei waren sich manche Gäste der feierlichen Schulaufnahme der neuen Jahrgangsstufe 5 im Kurhaus Bad Zwesten einig: das wäre einen Bericht in der Hessenschau wert gewesen.

Schulanfang 2006Überraschung: Streetband inmitten der Gäste

Als Schulleiter Winfried Heger in seiner Ansprache erwähnte, dass erstmalig in der Geschichte der Jugenddorf Christophorusschule Oberurff SIEBEN neue fünfte Klassen aufgenommen werden, spendeten die Eltern spontan Beifall. Weiterlesen »

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Aug 29 2006

Neues Schuljahr – Gelassenheit oder Aufregung?

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Von Jakob Gömpel (11a)

SpaÃ� haben und SchuleSommer 2006: Viel Spaß gehabt! (Bild: Jakob Gömpel)

So… Also es ist mal wieder so weit! Das „neue Schuljahr“ fängt an. Vielen von uns ist sicherlich in den letzten Wochen immer wieder die Schule ins Gedächtnis gerufen worden. Meist denkt man: „Ach, ich wollte doch in den Ferien noch für das neue Schuljahr lernen und mich bessern, aber es ist ja noch Zeit….“ Und oft steht man dann am Ende der Ferien da und hat nichts für die Schule gemacht, ist genervt und hat überhaupt keine Lust auf die Schule

Ich versuche immer das Positive in dem zu suchen, was ich mache und daher ist mir aufgefallen, dass wir (die ehemalige Klasse 10 E) doch auch Sachen in der Schule gemacht haben, die nichts mit Lernen und Stress zu tun hatten!

Spa� haben und SchuleSpa� haben und SchuleSpa� haben und SchuleSommerimpressionen
(Foto: Jakob Gömpel)

Da wäre zum Beispiel der „Erste Hilfe Kurs.“ Wir haben fast eine Woche lang alles gelernt, was man wissen muss, um bei einem Unfall kein Hindernis darzustellen, sondern selber helfen zu können. Dieser Kurs ist meiner Meinung nach für alle sehr wichtig gewesen, denn jeder kann irgendwann in eine Gefahren- oder Unfallsituation kommen. Wenn man dann nicht weiß, was zu tun ist und möglicherweise am Ende schuld ist, dass eine andere Person geschädigt wird, macht man sich lebenslang Vorwürfe. Ich fand diesen Kurs sehr wichtig. Außerdem hatten wir sehr viel Spaß und haben viel rumgealbert.

Das war aber nicht alles. Habe mir noch überlegt, dass doch jede Jahrgangsstufe eine Klassenfahrt macht oder zusammen feiert. Wir waren letztes Jahr in Berlin, wo wir natürlich hier und da mal was gelernt haben und von den Lehrern kontrolliert wurden . Aber bei uns Schülern standen der Spaß und das Zusammensein mit den Freunden und Klassenkameraden im Vordergrund.

So kann man eigentlich sagen, dass sich durch unsere Aktivitäten mit Parallelklassen ein sehr guter Zusammenhalt der Schüler gebildet hat. Deshalb bestanden wir (Klasse 10e und 10b) am Ende des letzten Schuljahres auch darauf, dass wir noch mal alle zusammen Grillen gehen, Fußball spielen und gemütlich beieinander sitzen. Dies ist uns auch durch unsere Klassenlehrer genehmigt worden und wir hatten einen verdammt schönen Tag!

Klar müssen wir einen Großteil des Schuljahres damit verbringen, Hausaufgaben zu machen und den Stoff zu verstehen, den uns die Lehrer an den Kopf knallen. Aber ich hätte auch keine Lust, jeden Morgen aufzustehen und arbeiten zu gehen! Jeden Tag das Gleiche zu machen und nicht mehr lässig sagen zu können, dass ich am Wochenende in die Disko komme. Denn dann sind die Verpflichtungen noch höher als jetzt.

Ich habe schon bei mehreren Firmen Ferienjobs gemacht und mir die Leute angesehen, die dort gearbeitet haben und ich bin jeden Tag aus der Firma rausgegangen und habe mir gesagt, wie schön es doch ist, noch nicht arbeiten zu müssen. Ich will den Schülern damit nicht sagen, dass sie so lange wie möglich versuchen sollen Schüler zu bleiben. Ich will einfach nur sagen, dass wir auf einem sehr hohen Niveau motzen und dass es uns viel schlechter gehen könnte. Ich rege mich nicht über das neue Schuljahr auf und hoffe einfach, dass wir dieses Schuljahr wieder oft die Möglichkeit finden, etwas miteinander zu unternehmen und Spaß zu haben.

VIEL GLÜCK IM NEUEN SCHULJAHR!

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Aug 28 2006

Countdown läuft

Schulanfang 2006Lehrerkonferenz: Es gibt viel zu kommunizieren

Wenn man das Schuljahr als eine Art Raumfahrzeug betrachtet, wurde heute der Countdown eröffnet. Mit Begrüßung der neuen Schüler und der traditionellen Lehrerkonferenz. Während man in Florida darüber nachdachte, den startbereiten Shuttle wegen Regens wieder in die Garage zu schieben, konnte unserer „Schul-Rakete“ das nasse Element nichts anhaben.

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Aug 27 2006

Seminar für Schatzsucher

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Seminar Kernkomptenzen 2006Oppurg im Spätsommer

(Fortsetzung)

Offiziell war es ein EINFÜHRUNGS- SEMINAR, zu dem die Schulleitung Lehrerinnen und Lehrer eingeladen hatte, die entweder nächste Woche in Oberurff ihren Dienst antreten oder erst kurze Zeit hier tätig sind. Die spätsommerliche Atmosphäre des alten Jagdschlosses – heute Trainings- und Tagungszentrum des CJD – war ideale Kulisse, um gemeinsam DIE Schätze der Christophorusschule Oberurff zu heben, die KERNKOMPETENZEN.

Im Wesentlichen ging es um die Frage:

Was unterscheidet die Christophorusschule Oberurff eigentlich von anderen Schulen?

Seminar Kernkomptenzen 2006Winfried Heger erläutert den
Schulnamen

Schulleiter Winfried Heger lenkte die Aufmerksamkeit der Teilnehmer zunächst an den Anfang. Das Wort, den NAMEN unserer Schule. Allein das ist ein aussagekräftiges Programm:

(1) JUGENDDORF

Unsere Schule ist eine Einrichtung des vor 60 Jahren gegründeten Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands e. V.

(2) Christophorusschule

Unsere Schule ist eine von über 40 Christophorusschulen in Deutschland.

(3) Oberurff

OBERURFF steht für das ländliche Ambiente einer ehemaligen Schlossanlage, den „Campus im Grünen.“

Und was sind neben den ÄUSSEREN die INNEREN Unterscheidungsmerkmale? Das sind die KERNKOPETENZEN, vier wesentliche pädagogische Grundsätze und Prinzipien, mit denen jungen Menschen das christliche Weltbild vermittelt werden soll:

Politische Bildung
Musische Bildung
Sport- und Gesundheitspädagogik
Religionspädagogik

Etwas Besonderes ist aber auch der Grundsatz, dass jede Einrichtung des CJD einen speziellen pädagogischen Schwerpunkt praktisch umzusetzen hat. In Oberuff ist das seit den 1970er Jahren LEGASTHENIE. Die Leiter von Internat und Legastheniezentrum, Klaus Pfeiffer und Reinhold Komnick – beide CJD-Urgestein -, ließen die Entwicklung von Internat und Legastheniezentrum Revue passieren und erläuterten die aktuelle individual-pädagogische Arbeit in ihren Bereichen.

Seminar Kernkomptenzen 2006Die Leiter von Internat und “Legizentrum”, Pfeiffer und Komnick (v. re.), stellen ihre Bereiche vor

Ein weiterer Schatz wurde dann gehoben. Jörg Kaschlaw, Chef der „Tagesgruppe“, stellte das Leistungsspektrum der ambulanten Einzelförderung im Haus Schmetterling vor. Dieser Bereich ist nicht nur eine Art Zusatzangebot. Ein Schwerpunkt ist STREITSCHLICHTUNG. Egal, ob es sich um Konflikte zwischen Schülern, Schülern und Lehrern oder Schülern/Kindern und Eltern handelt, das kleine Spezialteam bietet seine Services als MEDIATOREN an.

Am Ende der Schatzsuche gab es Besuch aus der CJD-Zentrale. Pfarrer Andreas Dierssen und Thomas Kerksiek, Referent für Politische Bildung, erläuterten anschaulich, wie die KERNKOMPETENZEN das CJD zu einem bundesweit gefragten Bildungsträger gemacht haben.

Seminar Kernkomptenzen 2006Streitschlichter und Mediator Jörg Kaschlaw

Linksunten:

Kernkompetenzen des CJD

(Text/Bild: Andreas Bubrowski)

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Aug 25 2006

Unterrichtsgarantie Plus: Plakat-Aktion für 191.00 Euro

Unterrichtsgarantie PlusPlakate auf 1.800 Werbeflächen (Hervorhebung: CJD-Update)

„Hurra, hurra die Schule … fällt NICHT aus.“ So ließe sich umschreiben, wofür in Hessen auf 1.800 Werbeflächen geworben wird. Kosten der Aktion: 191.00 Euro. SO viel ist es Landesvater Koch und seiner Bildungsministerin Wolff wert, ihr einzigartiges Gesetz über „garantiert keinen Unterrichtsausfall“ bekannt zu machen. Doch die Aktion löst nicht nur Beifall aus.

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Aug 24 2006

Nachprüfung: Alles auf eine Karte setzen

(Fortsetzung)

Nachprüfungen haben ein wenig den Touch von „alles auf eine Karte setzen.“ Schließlich ist es unmöglich, gravierende fachliche Lücken eines Schuljahres in sechs Wochen auszugleichen. Die Schüler, die es gewagt haben, verdienen dennoch Anerkennung. Sie haben einen Großteil ihrer Ferien geopfert, Bücher und Mitschriften gewälzt oder gar Förderunterricht genommen. Waren die Lücken nicht zu groß, kann man es schaffen.

Dass sich intensives Lernen lohnt, zeigen die Ergebnisse der schriftlichen Arbeiten, die am Tag zuvor geschrieben wurden. Bis auf wenige Ausnahmen konnten die Schüler zumindest ein AUSREICHEND, also einen Vierer, schaffen. Bei den mündlichen Prüfungen musste es sich nun zeigen, ob das Lernen TIEFE Wirkungen hinterlassen hat oder zunächst nur ein oberflächliches Verstehen.

Am Ende freudige Gesichter bei den einen und von Tränen gerötete Augen bei den anderen.

Wer schon mal eine Prüfung in den Sand gesetzt hat, weiß, dass es zunächst kaum Trost gibt. Doch man weiß auch, dass sich später im Rückblick noch immer die schmerzliche Erfahrung auch als etwas NÜTZLICHES erwiesen hat. Das wird auch den roten Augen des heutigen Tages so gehen, wenn sie in 10 Jahren zurückblicken…

(w)

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