Mai 25 2009
Was geht mich Europa an? Diskussion mit EU-Politikern der Region
Von Anke Hansen (PoWi-Lehrerin)
Im Zuge der Europawahl am 7. Juni 2009 ist dies sicherlich eine häufig gestellte Frage: Was geht mich Europa an? Die Jahrgangsstufe 12 und einige Abiturienten hatten am Freitag, 15. Mai, die Möglichkeit, diese Frage im Musischen Saal direkt an Vertreter von vier großen Parteien zu richten.
Podiumsdiskussion mit EU-Politikern der Region. (*)
Den Schülerfragen stellten sich SPD-Kandidatin Marianne Hühn, CDU-Kandidat Reinhard Otto, der Kandidat von Bündnis 90/Die Grünen Martin Häusling und Reinhold Hocke (Vertreter der FDP). Sie präsentierten die Positionen ihrer Parteien zur Wahl der 99 deutschen Volksvertreter für das Europaparlament und riefen die anwesenden Schülerinnen und Schüler zur Anwendung ihres aktiven Wahlrechts auf.
Schüler der Oberstufe haken bei regionalen EU-Politikern nach (*)
Nach einem Europatag an unserer Schule und der Thematisierung im Unterricht waren unsere Schüler gut vorbereitet und forderten von den anwesenden Politikern klare und gezielte Antworten zum Thema Europa. Für die spontane Moderation der Gesprächsrunde erklärten sich zwei Schülerinnen der 12, Anja Prudlak und Carolin Stahl, bereit. Was geht mich Europa an? Diese Frage beantworteten alle politischen Vertreter gleichsam mit dem Hinweis auf viele unserer Gesetze und Verordnungen, die ihren Ursprung in Europa haben.
- Reinhard Otto (CDU) sprach sich nachdrücklich für die Bedeutung des Euro in der Finanzkrise, den Verbraucherschutz, den Energiemix und deutsche Interessen in der zukünftigen Europapolitik aus und forderte von den Zuhörern mehr Beteiligung an direkter Politik.
- Marianne Hühn (SPD) positionierte ihre Partei besonders in Fragen der Bildung, zielgerichteten Wahlplakaten, bürgernahem Engagement, nachhaltiger Einwanderungspolitik und sprach sich für eine regionale Europapolitik aus.
- Letztere vertrat auch Martin Häusling (Bündnis 90/Die Grünen), der besonders in Fragen der Umwelt- und Agrarpolitik seine Vorstellung von einem regionalen Europa präsentierte, das die Besonderheiten Nordhessens berücksichtigt. Er nahm ebenso zu Studiengebühren, dem Wahlalter ab 16, Steuerpolitik und Gentechnik Stellung.
- Reinhold Hocke (FDP), ein welterfahrener Europakenner, plädierte für die historische Notwendigkeit und Besonderheit europäischer Zusammenarbeit über die Fraktionsgrenzen hinweg und stellte in seinen Ausführungen die Zukunft der Gemeinschaft im Zuge globaler Entwicklungen in den Mittelpunkt. Dabei nannte er auch FDP politische Ziele wie die Liberalisierung des europäischen Marktes.
Die Autorin, PoWi-Lehrerin Anke Hansen, vorn re. (*)
Alles in allem eine informative Gesprächsrunde, die Politik und Politiker zum Anfassen in unsere Schule nach Oberurff gebracht hat und die Europa wichtig macht.
Was halten Jugendliche von EU und EU-Politik1?
Die Bundeszentrale für politische Bildung und die Universität Münster haben eine Umfrage zur Einstellungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu Europa und zur Politik der EU gestartet: Jugend und Europa
. Es steht Schülern, Schulklassen und Tutorien frei, sich daran zu beteiligen. Wir haben Frage 35 für ein eigenes Voting herausgepickt.
Wie stark interessierst du dich für die Politik in der EU? Würdest du sagen, du bist ...
- interessiert
(35%, 97 Stimme/n) - wenig interessiert
(34%, 93 Stimme/n) - gar nicht interessiert
(19%, 52 Stimme/n) - stark interessiert
(12%, 35 Stimme/n)
Abstimmende insgesamt: 277
(*) Fotos/Gestaltung: Andreas Bubrowski
- Umfrage von Redaktion beigefügt. ↩
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| Zuletzt aktualisiert: 27.05.2009, 19:07 Uhr
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