Mrz 08 2009

In Concert: School of Seven Bells – Spirituelles im Namen der SIEBEN

Von Andreas Bubrowski

Glockenhell und glasklar, lobte die Süddeutsche Zeitung den Gesang auf dem Album ALPINISMS1, dem ersten der New Yorker Band School of Seven Bells. Für die Online-Redaktion war ALPINISMS das Album des Jahres 2008 hm.png. Da gab es kein Zögern, zum nächstgelegenen Gig der aktuellen EU-Tournee zu fahren – Münster. Zumal, an einem SIEBENTEN März und wenn die Regionalbahn dahin eine R7 ist .

Alejandra Deheza from School of Seven Bells © Andreas BubrowskiBlick hinter den Bühnenvorhang: Alejandra Deheza. (*)

Würde das Trio live halten, was es unter „Laborbedingungen“ verspricht: Perfektion im Arrangement, betörende Klangräume und Alternative-Electronic-Sound, der in die Knochen fährt?

Benjamin Curtis, School of Seven Bells © Andreas BubrowskiBenjamin Curtis – musikalisch ZWISCHEN den EINEIIGEN Zwillingen Claudia und Alejandra. (*)

Gut, vorher per Youtube die Band unplugged gehört zu haben. Denn in dem kleinen niedrigen Club mit Wohnzimmerakustik wäre sonst kaum die INNERE Qualität der Musik wahrnehmbar gewesen. Überhaupt mochte man sich wundern, wie die Musiker auf ihrem Weg von Brooklyn über Paris nach München ausgerechnet hier in der westfälischen Provinz landen.

School of Seven Bells, Claudia Deheza, © Andreas BubrowskiClaudia Deheza – Magierin am Keyboard. (*)

Die drei schönen zarten Gestalten schien das aber nicht anzufechten. Obwohl die außergewöhnlichen Gesangsqualitäten von Claudia (Keybord) und Alejandra Deheza (Gitarre) nur zu ahnen waren, tat das der Magie der Tracks keinen Abbruch. Kennzeichnend für Newcomer-Bands ist die eine oder andere Unfertigkeit. Und selbst etablierte Stars, wie Coldplay, vergreifen sich mal am Instrument.

Live at Lime with School of Seven Bells – WHITE ELEPHANT COAT

Nicht so bei School of Seven Bells. Die Perfektion der Stücke – im Studio und live – ist atemberaubend makellos. Nimmt man noch die Texte hinzu, die mit subtilen Allegorien irgendwo zwischen Zen-Koan und der Weisheit indischer Schriften zu liegen scheinen, hat es den Eindruck, der Sound käme nicht von dieser Welt – wäre irgendwie SPIRITUELL.

School of Seven Bells in Münster, © Andreas BubrowskiWeltmusik – Teppich inklusive (*)

Dass Claudia, Benjamin Curtis und Alejandra erst am Anfang einer sehr wahrscheinlich großen Karriere stehen, wurde erst am Schluss deutlich. Das Repertoire besteht noch im Wesentlichen nur aus ALPINISMS. Das heißt – nach eineinhalb Stunden ist Schluss. Die paar Dutzend Leute waren also gerade auf den Geschmack gekommen, da mussten sie sich zufrieden geben. Hat auch etwas Spirituelles: Mit Essen aufhören, bevor man ganz satt ist.

School Of Seven Bells – Sempiternal2

Ob die gespürte spirituelle Note der Musik nur Einbildung war, was es mit den SIEBEN GLOCKEN genau auf sich hat und ob man in der SCHULE „of Seven Bells“ etwas lernen kann, werden wir in einem Interview klären, demnächst an dieser Stelle.

GALERIE: Konzert, Münster/Westfalen (*)

Linksunten:

SVIIB – School of Seven Bells hm.png

(*) Fotos: © Andreas Bubrowski

  1. Bei iTunes für 7,92 Euro.
  2. Sempiternal / Amaranth

    we’ve been given the capacity
    to be immovable
    breathing in and out our bodies
    are equipped for this
    we walk around half there all the time
    feeling a self assessed shame
    so see
    your radiance
    is what protects you
    so get
    out of your own
    anesthetized fist
    it’s not some new thinking
    that we’re self dominant
    so why do we keep seeking
    a truth that we’ve been fitted with?
    if our bones are built
    upwards and straight
    towards weightlessness
    there’s meaning in this
    allow yourself to be relieved
    allow yourself to be relieved

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Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken | Zuletzt aktualisiert: 08.04.2009, 11:45 Uhr


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