Okt 13 2008
KUMON: Wie der Lernerfolg meiner Kinder zum eigenen Lernweg wurde
Von Angelika Richardt (KUMON-Franchisenehmerin)
Begegnet bin ich KUMON in Brasilien, wo ich zwei Jahre gelebt habe. Ihren Ursprung hat diese Methode in Japan. Mittlerweile ist KUMON in 44 Länder rund um den Globus verteilt. Auf KUMON aufmerksam gemacht hatte mich der Grundschullehrer meiner Kinder. Tochter Miriam hatte Schwierigkeiten mit Mathematik und Sohn Shaun Probleme mit seiner Arbeitsorganisation. Jemand gab mir schließlich den Tipp, es doch mal mit KUMON zu versuchen.
Angelika Richardt vom KUMON Fernlerncenter in Herford betreut auch erste Schüler in Oberurff. Foto: privat
Der erste Kontakt führte mit zwei meiner Kindern ins Lerncenter Alto da Boa Vista in Sao Paulo. Der Einstufungstest war vor allem für die Kinder erstmal ein ganz schöner Schock. „Was, mit dem Kinderkram sollen wir anfangen?“
Fortschritte sind in Mathematik tatsächlich möglich
Nach kurzer Zeit war das vergessen, und es herrschte erstmal Freude darüber, dass Mathematik auch leicht sein kann und es tatsächlich schnelle Fortschritte geben kann. Es gab zwar einiges Gemaule, dass man an Sonn- und Feiertagen und sogar in den Ferien lernen soll, aber die Aufgaben dauern nur wenige Minuten täglich. Nach etwa vier Wochen hat der älteste Sohn, Dennis, ebenfalls mit KUMON angefangen, und auch hier gab es Erstaunen über den niedrigen Anfangspunkt. Denn er hatte in der Schule nie Schwierigkeiten und seine Noten waren durchweg gut.
Der Grund für diesen niedrigen Anfangspunkt liegt in der Methode verborgen. Die KUMON-Methode wurde in den 50er Jahren vom japanischen Mathematiklehrer Toru Kumon für seinen Sohn Takeshi entwickelt. Er erarbeitete Arbeitsblätter, die so aufgebaut waren, dass sein Sohn, selbstständig, ohne fremde Hilfe und ohne Druck den Stoff der Mathematik erforschen konnte.
Die ersten Schwierigkeiten bei Shaun, Miriam und Dennis kamen so sicher wie das Amen in der Kirche, und dann war eine große Portion Durchhaltevermögen auch seitens von uns Eltern gefragt. Diskussionen wie „ich will nicht mehr“, „ich brauche das nicht“, „das hatten wir schon“ und viele andere folgten - bis die Kinder plötzlich über Schulniveau lernten. Dann war alles anders. Die Kinder steigern ihre Lernkompetenz, indem sie auch in Bereichen lernen, die sie aus der Schule noch nicht kennen. Die Schulaufgaben wurden für die Kinder ein Leichtes. Die Hausaufgabe fast immer in einem Bruchteil der veranschlagten Zeit erledigt und die Angst vor Klassenarbeiten gehörte der Vergangenheit an. Eine schöne Erfahrung nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern. Soweit der Lernerfolg der Kinder.
Fernlerncenter - Alternative, wenn kein
Lernzentrum in der Nähe ist
MEIN Lernweg hat erst ein halbes Jahr nach den Kindern begonnen, und zwar mit dem Fach Portugiesisch, das in Brasilien neben Mathematik angeboten wird. Es hat mir geholfen, meine sprachlichen Leistungen auf eine breite Basis zu stellen und so nebenher auch eine ganze Menge über Brasilien und seine Geschichte zu lernen. Diese Basis ist es, die es auch den Kindern ermöglicht, über ihr Schuljahresniveau hinaus zu arbeiten.
Durch den Umzug nach Deutschland 2005 hat sich vieles verändert. Denn in Herford gab es zu der Zeit kein Lerncenter. Die Pause dauerte fast zwei Jahre und die schulischen Leistungen haben eine Achterbahnfahrt gemacht. Um den Kindern ein weiteres Lernen mit KUMON zu ermöglichen habe ich im Frühjahr 2006 die Ausbildung zum KUMON-Instructor begonnen. Mein Lerncenter Herford-Zentrum wurde dann am 30. Mai 2006 offiziell eröffnet. Jedes Kind besucht zwei Mal in der Woche das KUMON-Lerncenter. Die Kinder arbeiten in einem Lernprogramm, das individuell an jedes Kind und seine Lernentwicklungsphasen angepasst wird.
Da es KUMON noch nicht flächendeckend in ganz Deutschland gibt, haben Kinder die Möglichkeit, in einem der vier Fernlerncenter mit KUMON zu lernen. Eines davon ist seit Juni 2008 mein Lerncenter in Herford. Bei den Fernlerncentern ist es außerordentlich wichtig, einen engen und vertrauensvollen Kontakt mit den Schülern und auch mit den Eltern zu halten. Das geschieht über den postalischen Austausch, per Email, Fax und Telefon. So kommt es, dass neben den rund vier Millionen Kindern, die weltweit mit der KUMON lernen, auch einige aus Oberurff darunter sind. (Ko-Autor: Christian Schulz, KUMON Area Support)
Service:
www.kumon.de 
kumon-fernlerncenter-richardt(at)gmx.de
(Zwischenüberschriften Redaktion)
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| Zuletzt aktualisiert: 19.10.2008, 19:40 Uhr
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