Sep 29 2008
Mathematik-Probleme SELBST in den Griff zu bekommen - ist cool und geil (ein Fallbeispiel)
Wenn es das Hauptfach Mathematik nicht gäbe, wäre Otto (Name geändert), eigentlich ein guter Schüler der Jahrgangsstufe sieben der Realschule: Mehrheitlich Zweier, ein paar Dreier, hier und da ein Einser. In Mathematik hingegen schrammt Otto seit der Grundschule regelmäßig am Fünfer-Abgrund vorbei.
Jessica, KUMON-Absolventin: Nachdem ich zwei Jahre durchgehalten hatte, war es auf einmal eine geile Zeit. Foto: © KUMON Deutschland GmbH
Dabei kämpft er wie ein Löwe um eine bessere Note. Hausaufgaben werden ordentlich erledigt, er meldet sich bei jeder Gelegenheit; und doch geraten Klassenarbeiten mit brutaler Regelmäßigkeit zum Desaster. Als ob im Stress einer Klassenarbeit alles Mathematische in Ottos Kopf vor Schreck in Schockstarre fällt.
Finger abzählen - oft die letzte Rettung. Bild: Andreas Bubrowski
Dem Mathematiklehrer fiel auf, dass Otto für sein Alter scheinbar ein zu gering ausgeprägtes „Zahlengefühl“ besitzt. Wie will Otto dann erfolgreich zum Beispiel Zuordnungen (lt. hessischem Lehrplan) lernen, wenn schon das grundsätzliche Gespür für Zahlen und Rechenregeln instabil ist? Zwar kann er durch sein Engament mit der mündlichen Note das Schlimmste abwenden. Doch ein wirkliches Erfolgserlebnis bleibt aus. Ganz zu schweigen davon, dass ihm Mathematik Spass machen würde. Seit Kurzem hat Otto jedoch sein Mathematik-Problem selbst in die Hand genommen. Auf Empfehlung des Mathematiklehrers hat er mit der KUMON-Methode begonnen. Wie oder was KUMON ist, beschreibt nachfolgend Christian Schulz, Area Support Manager bei KUMON Deutschland, dem deutschen Ableger der gleichnamigen japanischen Firma, am Beispiel von Jessica.
Lernkompetenz - selbst gemacht!
Jessica. Foto: © KUMON
Deutschland GmbH
Düsseldorf - Jessica ist 18 Jahre alt, nimmt das Abi in Angriff, sie tanzt und liest sehr gerne – und sie ist KUMON-Absolventin. Als sie im Oktober 2003 mit KUMON anfing, waren die Noten in Mathematik alles andere als gut. Als dann die 7. Klasse wiederholt werden musste, entschieden sich Jessica und ihre Eltern dem bislang erfolglosen Lernen mit Hilfe der KUMON-Methode einen neuen Impuls zu geben - im nächst gelegenen Lerncenter in Düsseldorf.
„Als ich anfing, da hatte ich keine Ziele, außer dass ich in Mathe besser werden wollte.“, so Jessica. Der Einstieg in das Trainingsmaterial erfolgte zunächst auf einer ziemlich unteren Stufe - Beginn der Addition. Das schaffte erst einmal Sicherheit im Umgang mit dem unbekannten System und führte zu Selbstvertrauen bei der Bewältigung der täglichen Arbeitsroutine.
Dann ging es in schnellem Tempo voran. Jeden Tag wurden Aufgabenblätter gelöst, für die anfangs 10 bis 20 Minuten eingeplant waren. Jessica konnte offene Lücken auf diese Weise gezielt aufholen. Doch es ging schon von Anfang an um viel mehr. Denn die Schülerinnen und Schüler bei KUMON arbeiten in ihrem eigenen Lerntempo. Die Arbeitsmaterialien sind in Umfang und Inhalt präzise auf die Fähigkeiten des einzelnen Übenden abgestimmt.
Jessicas Abschlusstests. Foto: © KUMON Deutschland GmbH
Niemand erklärt und unterrichtet
Der Clou dabei - niemand erklärt oder unterrichtet. Die Materialien sind so aufgebaut, dass die SchülerInnen genügend Hinweise erhalten, um eigenständig die Aufgaben lösen zu können. So können sie ihr ganz individuelles Lerntempo finden. Auf diese Weise wird gezielt Lernkompetenz entwickelt: Problemlösefähigkeiten, das Denkvermögen und die ureigene Neugier und Forschergeist werden aktiviert.
Der Start in einem relativ niedrigen Bereich und das tägliche Arbeiten legen den Grundstein für ein wahres Steigern der Lernleistung. So auch bei Jessica: „Nachdem ich zwei Jahre durchgehalten hatte und mittlerweile über Schulniveau gelernt habe, war es auf einmal eine geile Zeit. Ich war schneller fertig mit den Hausaufgaben. Auch in der Schule war ich schneller als meine Mitschüler, da ich den Stoff, der in der Schule dran kam, schon kannte. Für Mathe Klausuren musste ich nicht mehr lernen und das coole war, dass sogar mein Mathelehrer mich gefragt hat, woher ich alles kann. Das war das erste Mal, dass ich keine Probleme hatte, sondern eher das Gegenteil der Fall war.“
Die Bestätigung und Zuspruch durch den KUMON-Instructor (dem Leiter des KUMON-Lerncenters) und der Eltern haben ihr ein tägliches, positives Feedback auf ihre Leistungen gegeben. Gerade die Mutter hat Jessica bei Durststrecken immer unterstützt. So hat sie immer an den Erfolg ihrer Tochter geglaubt und sie für jeden Fortschritt gelobt. Manchmal saß sie bei der Arbeit einfach mit dabei und hat allein dadurch Anteil genommen. „Wenn meine Mutter dabei saß, wollte ich ihr zeigen, dass ich es kann. Sie hat auch immer denselben Satz gesagt, nämlich ‚Du schaffst es!’ Und ich habe daran geglaubt.“, so Jessica.
Wie beim Sport erfordert Mathematik Training (Symbolbild).
Bild: Andreas Bubrowski
Durch strukturiertes Lernen ist mehr möglich
Jessicas Mutter ahnte, dass durch das strukturierte Lernen noch mehr möglich war, als nur die Mathenote zu verbessern. „Das alles bringt Dir auch noch viel mehr, als Du selber meinst.“, so die Erinnerung von Jessica. Und tatsächlich. Durch das gezielte Selbstlernen im unbekannten Bereich hat sie viele Eigenschaften aufbauen können, die ihr in der Schule, aber besonders auch nach der Schulzeit noch helfen werden.
Jessica: „Eigentlich habe ich viele Fähigkeiten erworben, die ich schon jetzt anwenden kann, ob in der Schule oder in anderen Fächern. Auch bei Problemen mit Eltern und Freunden weiß ich, dass ich mich dem stellen muss.“ Dem Abitur sieht sie jetzt gelassen entgegen und plant schon die nächsten Schritte: „Ich möchte mein Leben in Spanien aufbauen und dort im Hotelmanagement arbeiten. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, es ist wie KUMON: Ziele setzen, planen, Mühe geben und das Ziel erreichen.“
Da es bislang in Nordhessen keinen Franchise-Nehmer für ein eigenes KUMON-Lerncenter gibt, werden Interessenten und Anwender der Lernmethode aus Oberurff und Umgebung vom FERNLERNCENTER in Herfod (NRW) betreut. In einem nachfolgenden Beitrag wird die Leiterin, Angelika Richardt, zu Wort kommen. (abu)
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| Zuletzt aktualisiert: 29.09.2008, 18:58 Uhr
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