Mai 03 2008
Mitbestimmung im Internat - wie geht das?
Von Judith Emrich (pädagogisches Internats-Team)
In jedem der vier Wohnhäuser werden sechs Tutoren gewählt. Sie sind Bindeglied zwischen den pädagogischen Mitarbeitern und den Schülern in den einzelnen Wohnbereichen. Ein Tutor sollte das Vertrauen von beiden Seiten genießen und bestätigen können.
Tutoren im „Haus am Walde.“ Foto: privat
Die Wahl der Tutoren findet in jedem Jahr nach den Herbstferien statt. Bis dahin bleiben die bisherigen im Amt.
Zu den Aufgaben gehören unter anderem:
- Atmosphäre schaffen, durch die Gestaltung und Ausstattung der Räumlichkeiten.
- im Konfliktfall vermitteln und Lösungen anbieten.
- Pflichten im Rahmen der Hausgemeinschaft übernehmen, zum Beispiel Mitbeachten der Haus- und Internatsordnung, Beteiligung an der Freizeitgestaltung.
- sich dafür einsetzen, dass das gemeinsame Leben im Haus gelingt. Aber auch, dass der Einzelne lernt, sein Leben selbst zu gestalten.
- das Interesse der anderen Internatsschüler berücksichtigen, auf deren Ansprüche eingehen.
- auf Pflichten verweisen, die in der Gemeinschaft zu erfüllen sind.
- Vorbilder sind.
- Stillschweigen über Angelegenheiten und Tatsachen, die ihnen unter der Ausübung ihres Amtes mitgeteilt werden, bewahren.
Tutoren vom Schloss. Foto: privat
Mentorenarbeit
Eine weiter Form der Mitbestimmung ist die Mentorenarbeit. Das bedeutet, ein Mentorenschüler steht bei alltäglichen Problemen im Internat mit Rat und Tat zur Seite. Mentoren sind Schüler des Internates ab der Klasse neun bis zur 12. Jahrgangsstufe. Wer in der Klasse fünf bis sieben neu im Internat ist, kann die Hilfe eines Mentorenschüler in Anspruch nehmen. Vor allem, um sich besser einzugewöhnen und sich an Regeln und Abläufe besser orientieren zu können.
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| Zuletzt aktualisiert: 03.05.2008, 14:09 Uhr
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