Apr 03 2008
Heißes von der Cafeteria: Es werde Hot Spot - und es wurde Hot Spot!
Gegen 14 Uhr erblickte am 2. April 2008 ein Baby das Campus-Licht. Eigentlich ein Riesen-Baby. Erstreckt es sich doch über alle Tische in der Cafeteria und schaut dabei noch in der Küche vorbei. Doch obwohl präsent, ist es zugleich scheu und man kann es nur auf Anfrage sehen.
Geschäftsführer Jürgen Bleser erweckte CAFETERIA-NET zum Leben. (*)
Dann aber kann man tagsüber mit ihm herumtollen, vorausgesetzt die Gesetze werden dabei eingehalten. Weite und Größe des unsichtbaren Kindes sind dabei ohne „Risiken und Nebenwirkungen.“ Besonders Letzteres wurde gründlich geprüft. Um ganz sicher zu gehen, muss das Baby außerdem am Abend in die Box zurück, aus der es tagsüber sanft heraus vibriert. Und wie jedes Baby braucht auch dieses einen Namen. Wir haben es CAFETERIA-NET getauft.
Irgendwie noch nicht fertig
Im Orientierungskurs Informatik 11-1 hatten wir nach Eröffnung unserer Cafeteria den Eindruck, dass dieser schöne Neubau irgendwie noch nicht fertig sei. Zwar erwies sich die Cafeteria in Freistunden als angenehmer „Chill-Room.“ Man konnte beim Kaffee auch seinen Laptop aufklappen. Aber nur, um ihn als eine Art Taschenrechner zu gebrauchen. Denn die Cafeteria besaß KEINEN Zugang zum Internet und – wie sich herausstellte – noch nicht einmal Telefon.
Warum? Eine Anfrage bei unserer kaufmännischen Chefin, Renate Amrhein, in der Cafeteria über ein DSL-Modem ein WLAN zu installieren, erhielt eine klare Abfuhr. Nicht dass die Chefin Schülern und Lehrern eine moderne IT-Anbindung nicht gönnen würde. Nur – ohne freie Leitung kein Telefon. Ohne Telefon kein DSL – und auch kein WLAN. Die Oberurffer Telefonanlage ist schlicht und einfach zu 100 Prozent ausgelastet. Keine Leitungen frei, mittelfristig nichts zu machen.
Zufälligerweise entstand zeitgleich ein Kontakt zu einer kleinen IT-Firma aus Stadtallendorf, die sich auf Konzeption und Realisierung von Hot Spots, drahtlosen Internet-Zugriffspunkten, spezialisiert hat. DAVOnet, so der Name der Firma (steht für DAta-VOice-networks), versorgt auf diese Weise ländliche Gegenden, die vom DSL-Hype der Telecom hoffnungslos abgeschnitten sind, mit einem breitbandigen Internetzugang. Wie sich zeigte, funktioniert die Technik zuverlässig. Die Strahlenbelastung liegt weit unter den Werten moderner Handys, ist also vernachlässigbar. Der Installationsaufwand ist relativ gering.
Wäre so ein Hot Spot nicht eine praktische Lösung für unsere Schule?
Als Jürgen Bleser, Geschäftsführer von DAVOnet, zu dieser Frage unser Grobkonzept über eine drahtlose Vernetzung der Cafeteria vorgelegt bekam, kam nur ein knappes JA zurück. Nach einer Woche dann, kurz vor den Osterferien, wurden ein umfassendes technisches Konzept und Angebot vorgelegt, das auch die Gemeinnützigkeit des CJD kaufmännisch angemessen berücksichtigt. Konzept und Angebot konnten Schulleiter Winfried Heger überzeugen. Die bevorstehenden Osterferien boten sich schließlich für die Realisierung an. Gestern nun wurde installiert. Und seit gestern Nachmittag ist die Cafeteria ONLNE.
Moderne Technik bringt das www in die Cafeteria. (*)
Jetzt gilt es, das Cafeteria-Net-Baby gut eine Woche lang einem Härtetest zu unterziehen, die Dokumentation zu erstellen und mit der Vergabe der ersten Accounts zu beginnen. Wer einen persönlichen Account wünscht, kann sich das dazu erforderliche Antragsformular aus dem Download-Bereich in der Sidebar besorgen. Vollständig ausgefüllt und versehen mit der Bewilligung vom Tutor/Klassenlehrer (und den Erziehungsberechtigten bei Minderjährigen) kann ein Antragsteller kurzfristig mit seinem persönlichen Zugangs-Account rechnen.
Nach erfolgreichem Abschluss der Testphase wird in etwa zwei Wochen der operationale Betrieb starten. Das Cafeteria-Net steht registrierten Usern dann zunächst werktags von 7.30 Uhr bis ca. 16.00 Uhr zur Verfügung.
Wir werden berichten.
(*) Text/Bild: Andreas Bubrowski
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| Zuletzt aktualisiert: 06.04.2008, 12:41 Uhr
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Aufgrund wiederholter Anfragen, hier noch einmal der Hinweis:
Das CAFETERIA-NET steht ALLEN offen, also NICHT nur den SchülerInnen der Oberstufe.
Wer unter 18 ist benötigt neben dem o.k. des Klassenlehrers das Einverständnis der Erziehungsberechtigten.
Vielen Dank für die Hinweise! Die Angaben im Antrag sind teilweise grundsätzlicher Natur. Wer etwa noch nicht mal eine gültige Mailadresse besitzt, braucht auch keinen Webzugang…
Über die MAC-Adresse haben wir natürlich auch nachgedacht. ABER:
Kurz: Sicherheit der MAC-Adresse ist trügerisch. Am liebsten wäre mir, neben dem Account ZUSÄTZLICH die MAC-Adresse zur Registrierung heranzuziehen. Man müsste eine Linux-Routine dazu schreiben und einbauen. ABER - manche Schüler haben mehr als nur einen Laptop als Client/Endgerät… Daher haben wir auf dieses Feature zunächst verzichtet.
Das Intranet der Accountvergabe betreibt nicht DAVOnet sondern WIR!
Wer seinen Account verschlampert oder nicht schützt (Fahrlässigkeit!), haftet dafür genauso wie für eine verlorene EC-Karte. Er/sie muss uns das sofort melden, damit der Account gesperrt werden kann. Wer seinen Account anderen gibt oder Verlust nicht meldet, verstösst gegen die Benutzerordnung, und wird im Missbrauchsfall für Schäden zur Rechenschaft gezogen; ist er/sie unter 18 dann die Eltern.
Außerdem gibt es noch eine Logfile-Verwaltung. Wenn also etwa jemand meint, in seiner Freistunde einen illegalen Musikdownload durchführen zu müssen, können wir der dann anfragenden Staatsanwaltschaft Auskunft geben, wer zu einer bestimmten Zeit wie lange angemeldet war. Auch hier gilt der Haftungsfall für den Account-Eigentümer, ähnlich wie bei der EC-Karte.
Ansonsten müssen wir Erfahrungen sammeln. Zu viel technische Restriktion reizt nur, diese zu knacken. Wir sind doch (mehr oder weniger
) erwachsene Leute.
Hey,
finde die Idee echt nicht schlecht,aber ein bisschen Zweifel hab ich immer
Wenn ich das richtig gesehen habe im Antragsformular wird nach einer EmailAddresse,einem Namen und einer Anrschift in dem Formular gefragt,aber was ist mit der MAC Addresse? Ich meine wäre es nicht leichter eine MAC A. spezifische Accounteinrichtung zu machen und somit zu verhindern, dass ungewollt mehrere User auf den Hotspot zugreifen können.Oder arbeitet die Firma Davonet mit einem Intranet wo eine Accountvergabe gemacht wird ( wie zum Beispiel an öffentlichen Plätzen wie dem Frankfurter Airport)? Weil so sehe ich die Gefahr,dass sich ein Schüler ein “Passwort/Account” holt und den einfach anderen zur verfügung stellt,weil man ja nur über die Mac A. eine genaue identifikation des Schülers bzw. des Rechners des Schülers haben kann.
??????
m.f.G. Blue
