Apr 17 2007

Fanta 4: Nachdenk-Rap von Millionären

RezensionNeues Album „Fornika“

Sie sind die zweitdienstälteste Rap-Band der Welt. Nur die Beastie Boys gibt es länger. Die Fantastischen Vier, das sind vier bodenständige Platten-Millionäre von Anfang 40: Andy, Michi, Smudo und Thomas. Während die Rap-Enkel, wie Bushido, versuchen, sich gegenseitig mit harten Texten und inszenierten Tabubrüchen zu übertreffen, liefert Fanta 4 mit dem neuen Album „Fornika“ freundliche Unterhaltung mit zum Teil nachdenklichen Texten. Fast mag man buddhistisches Gedankengut herauszuhören.

Wenn in der Single-Auskopplung „Ernten was wir säen“ davon die Rede ist, dass alltägliches Missgeschick und Leiden ebenso wie unerwarteter Erfolg nur die Folge von selbst gesetzten Ursachen sind, dann ist das ziemlich wörtlich das, was man im Buddhismus unter KARMA versteht.

DIE FANTASTISCHEN VIER: Ernten Was Wir Säen

Ruhm und Reichtum haben die Senior-Rapper von Fanta 4 einst mit dem Bemühen erlangt, das schwarze Hip-Hop-Format ins Deutsche zu übertragen. Die bodenständige Popmusik von „Fornika“ hat mit dem harten Image des Rap nichts mehr zu tun. Was der künstlerischen Qualität und der Verdaulichkeit der Musik aber eher gut tut.

M F G

(abu)

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Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken | Zuletzt aktualisiert: 20.10.2008, 17:53 Uhr


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