Von Andreas Bubrowski
Im Studio von hr3 mit Marcus Rudolph und Peter Lack, Jungredakteur Jan Holzmann (10e) hinten rechts (Bild: Andreas Bubrowski)
Mithören: [audio:hr3_lack_rudolph_2006_1.mp3]
Bei der etwa 200. Bewerbung hätten sie aufgehört zu zählen. Peter Lack und Marcus Rudolph, Moderatoren bei hr3, berichtet den im Studio sich dicht drängenden Jungredakteuren von dem großen Interesse für die Jahresab- schluss-Pressekonferenz der 0138-6000-Show. Die Show läuft immer samstags von 14 bis 18 Uhr. Aus den vielen Bewerbungen wurden die Schülerzeitungs- projekte von SECHS hessischen Schulen ausgelost. Die Christophorusschule Oberurff war mit dem Onlinemagazin CJD-Update einer der Favoriten.
Das erste Mal
: [audio:hr3_frage1.mp3]
Michael Jung (10e): [audio:hr3_michael_jung.mp3]
Immer konzentriert: Peter Lack
(Bild: Andreas Bubrowski)
An die fünfzehn Personen verfolgen im Studio gebannt, wie sie selbst Teil einer Live-Sendung werden. Anders als bei klassischen Pressekonferenzen gibt es kein spezielles Thema. Im Mittelpunkt stehen vielmehr die Jungredakteure selbst. Sie können fragen, was sie schon immer einmal fragen wollten, wie Radio und TV funktionieren.
Die Luft im Studio ist dick, schon bevor die Schülermassen das kleine Studio füllen. Zum Glück gibt es nur alle halbe Stunden Nachrichten und Sport-News. Dazwischen kann die schalldichte Tür zum Nachrichtenstudio nebenan weit offen stehen. Dort gibt es ein Fenster, das der Klimaanlage mit etwas kühler Frischluft ein Schnippchen schlägt.
Fragen stellen will nicht nur gelernt sein, es strengt auch an. Nach zwei Stunden und am Ende der Show sind bei allen Beteiligten deutliche Energiedefizite zu spüren. Die Schüler haben „on-air“ kurz ihre Zeitungsprojekte vorgestellt und eine oder zwei Fragen gestellt. Auch zwischen den Live-Schaltungen stehen Peter und Marcus Rede und Antwort, auch für sehr persönliche Fragen, wie nach der Höhe des Einkommens und den Familienverhältnissen.
Jan und Michael (von links)
Bewundernswert, wie die Moderatoren mit fast körperlichem Einsatz zugleich souverän für die Millionen „draußen“ und die Vielen im Studio DA SIND. Immer ist der Blick konzentriert. Die Ohren scheinen förmlich gespitzt. Obwohl sie sich nie beschweren – einmal hat Marcus von der vielen Blitzerei der Jung- Redakteure mit ihren schicken Kameras scheinbar genug. Er greift sich eine Kamera, geht an die Studioscheibe und BLITZT die Besucher davor an. Die finden das köstlich. Schließlich ist heute auch noch Tag der offenen Tür. Aber ein bisschen geht es zu wie im Zoo. So zumindest äußert sich Marcus.
Gegen 18 Uhr ist Schluss. Scheinbar. Im Nachrichtenstudio nebenan werden die Fenster geschlossen. Die Nachrichtensprecher gehen in Position. Da fällt auf, dass der Moderator für die nachfolgende Sendung noch nicht da ist. 18 Uhr – Nachrichten. Noch etwa 5 Minuten. Was tun? Wo ist das Material zur Folgesendung? Welcher Knopf hat im Nachbarstudio welche Funktion? In der Redaktion hektisches Telefonieren. Der Redakteur hat verpennt. Ist aber schon im Anflug. Das würde sehr selten passieren, versichert die Redaktion. Klassischer Vorführeffekt. Also doch nicht SCHLUSS. Rudolph wirft in letzter Minute die Tür zum Studio zu und übernimmt die Sendung. Inzwischen basteln Peter und die Schüler am Podcast zur vorgehenden Show.
Kritischer Röntgenblick von Peter auf die nahenden Schülermassen durch die Studioscheibe (Bild: Andreas Bubrowski)
Jan und Michael, die Jungredakteure aus Oberurff, fallen erschöpft ins Auto. Wir hören auf der Heimfahrt jetzt tatsächlich AUCH hr3
. Und während wir Frankfurt verlassen, hören wir, dass nun auch für Rudolf SCHLUSS ist. Sein verspäteter Kollege hat inzwischen übernommen. (Fortsetzung folgt)
Moderator Marcus Rudolph dreht den Spieß um – und knipst Zaungäste
Nachrichtenstudio. Wenn schon die News nicht SEXY sind, so doch die Dekoration
Back-Stage: Redaktions-Team zur laufenden Sendung
Eine Störungsmeldung für Autofahrer wird zur Ansage vorbereitet
Moderator Peter Lack: Immer ist der Blick konzentriert. Die Ohren scheinen förmlich gespitzt. (Bild: Andreas Bubrowski)
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Ich fand es sehr interressant, ich habe das erste Mal richtig gemerkt wie anstrengend es ist ein Interview zu führen. Die Fahrt nach Frankfurt hat sich auf jeden fall gelohnt…
Klasse Fragen und Gute Antworten !!
Nehme an dass es viel Spaß gemacht hat !
Weiter so !