Feb 20 2006
Lehrerausbildung: Neue Gesichter in Oberurff
(Fortsetzung)
Ich heiße Hans-Jürgen Haas und koordiniere u. a. an dieser Schule die Ausbildung der Referendare. Was bedeutet das genau? Jeder, der einmal Lehrer werden möchte, muss dazu gewisse Qualifikationen erwerben.
Neue “Gestalten”: Kat Henkel,
Michael Göbel und Ramona Spehr
Zunächst muss er in seinen Fächern ein Hochschulstudium absolvieren. Bis dahin kennt er - außer durch ein kurzes Praktikum - Schule nur aus Sicht des Schülers. Der angehende Lehrer beendet diesen Teil seiner Qualifikation mit dem Ersten Staatsexamen. Danach beginnt das Referendariat. Man könnte auch sagen: Ein Referendar geht in die Lehre und lernt, wie man mit Schülern Unterricht vernünftig gestalten kann.
Darüber, was „vernünftiger“ Unterricht ist, kann man allerdings unterschiedlicher Meinung sein. Das Referendariat kann ganz schön anstrengend werden. Denn die Situation ist neu und man wird ständig von verschiedenen Leuten beraten, die glauben, beurteilen zu können, was ein guter Unterricht ist. Wenn einmal ganz viele Leute hinten im Klassenraum sitzen, nennt man das Unterrichtsbesuch.
Wir schauen uns also den Unterricht an und besprechen im Anschluss mit den Referendaren, wie die Stunde gelaufen ist und was man hätte besser machen können. Nach vielen Unterrichtsbesuchen gibt es dann eine Lehrprobe in jedem Fach und eine mündliche Prüfung. Wenn alles gut geht, schließt der Referendar seine Ausbildung zum Lehrer mit dem 2. Staatsexamen ab.
Für Schüler sind Referendare meistens ein großes Glück. Oft sind sie beliebt, da sie mit neuen und interessanten Unterrichtsideen kommen. Sie wollen eine entspannte Arbeitsatmosphäre vermitteln. Die Schüler können dabei helfen, indem sie aktiv mitarbeiten und positive Rückmeldung über den Verlauf einer Unterrichtsstunde geben. Oder auch Kritik üben, wenn erforderlich. Die Schüler sollten Verständnis für den einen oder anderen Fehler von Referendaren haben. Schließlich kommen alle einmal in eine Ausbildungssituation. Außerdem gilt: „Nobody is perfect.“
Im Augenblick haben wir zur Ausbildung acht Referendare:
Herrn Leis (Ma, Ph), Frau Lehmeier (F, D), Frau Berger (E, D), Frau Mohr (Bio, Powi), Herrn Eull (Powi, Erdk), Frau Speer (Ma, Mu), Frau Henkel (Sp, E) und Herrn Göbel (Ma, G).
Herr Leis und Frau Lehmeier beenden in Kürze ihr Referendariat. Wir wünschen ihnen alles Gute. Die drei zuletzt genannten Referendare sind die oben erwähnten “Neuen.” Ihnen ein herzliches Willkommen und einen guten Einstieg. (H.-J. Haas)
Bereits online
• Neue Referendare braucht das Land
• Abi-Streich - Portraits
(Fotos: CJD-Update/Bubrowski)
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| Zuletzt aktualisiert: 20.02.2006, 16:53 Uhr
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