Dez 18 2005
Grosse Politik als Selbsterfahrung: Das Rollenspiel POLIS
(Foto: Katharina von Urff)
Ein Scheich im türkisen Gewand, Damen und Herren im eleganten Anzug, feldgraue Uniform - vorgezogener Fasching in Oberurff? Nein, das Rollenspiel Pol&IS, organisiert von der Bundeswehr, schlägt für drei Tage (14. bis 16. Dezember) die Schüler der Jahrgangsstufe 13 in den Bann. Hier ein Bericht von Elena Lompe, Pressesprecherin im Rollenspiel …
(Foto: Katharina von Urff)
Pol&IS ist eine interaktive Simulation, also eine Art Rollenspiel mit vorgegebenem Rahmen und Regeln, das die Bundeswehr anbietet. Die PoWi-Lehrer Barbara Feuser, Michael Koch und Manfred Schreiber hoffen, dass wie in den vorangegangenen Jahren das Interesse für Politik gesteigert wird und die Schüler am eigenen Leib erfahren, wie lebendig und spannend Politik ist.
Bausteine dieser Simulation sind nationale und internationale Beziehungen in Wirtschaft, Politik und Sicherheit. Ein großer Vorteil ist, dass wir Schüler keinerlei politische und wirtschaftliche Vorkenntnisse brauchten, da uns die Regeln in der Simulation erklärt wurden.
Die Pol&IS – Welt besteht aus 11 Regionen: Nordamerika, Westeuropa, Japan, Arabien, Osteuropa, GUS (Gesellschaft unabhängiger Staaten), China, Asien, Afrika, Südamerika und Ozeanien. Außerdem gibt es noch die Weltbank, die das Finanzielle regelt und die Weltpresse, die die Regionen beobachtet und neueste Informationen veröffentlicht. Die Regionen selbst bestehen aus einem Regierungschef, Oppositionsführer, Staats- und Wirtschaftsminister.
Uns Schülern wurde innerhalb kürzester Zeit klar, warum falsches Handeln, z. B. durch Unstimmigkeiten innerhalb der Region, durch falsche Verhandlungen an der Börse oder falsche Vertragsabschlüsse, interne und externe Krisen auslösen konnten oder der Staat durch Ressourcenknappheit (in den Bereichen Agrar, Industrie, Energie oder Rohstoffe) ruiniert werden konnte. So litt die Bevölkerung der GUS zeitweise zu 25 Prozent an Hungersnot.
Weiterhin haben wir gelernt, inwieweit Ökologie mit Ökonomie zusammenhängt und warum Sicherheitspolitik so wichtig und unbedingt nötig ist, zum Beispiel damit der Staatsminister aus einer Region nicht die kompletten Atom-U-Boote seines Landes auf der ganzen Welt verteilen kann, nur zur eigenen Verteidigung. Auch die Kommunikation innerhalb der Regionen ist sehr wichtig, sonst kann es schnell passieren, dass dem Regierungschef das Misstrauensvotum ausgesprochen wird und anhand Neuwahlen die Opposition zur neuen Regierung gewählt wird.
Abschließend lässt sich sagen, dass wir durch Pol&IS ein paar Tage die Weltpolitik nachspielen durften und uns in unseren Rollen (z. B. als Wirtschaftsminister) als Teil dieser verstehen durften.
(Foto: Michael Koch)
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POL&IS - Politik interaktiv lernen
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| Zuletzt aktualisiert: 09.09.2007, 15:47 Uhr
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4 Kommentare
4 Kommentare to “Grosse Politik als Selbsterfahrung: Das Rollenspiel POLIS”
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Think positive
). Die Weblog-AG zum Beispiel ist allein ein Baby der Mittelstufe. Es liegt also sehr viel AN UNS. Wenn ihr etwas wollt, dann setzt euch dafür ein. Wenn ihr also etwa scharf auf das BW-Planspiel seid, dann setzt euch dafür ein, es noch in der 10 zu experimentieren. Vielleicht klappt es ja nicht. Vielleicht aber doch. Frohe Weihnachten. Wukung.
Ich sehe das auch so wie Tux! Es gibt viele Sachen die erst in der Oberstufe gemacht werden und wir die Realschüler können daran nicht Teilnehmen da wir nach der 10 abgehen werden.
Sollte man vieleicht mal drüber nachdenken.
mfg Ghostwriter
Wenn das vielleicht auch noch andere in Deiner Klasse so sehen, dann solltet Ihr Euren Klassen- und PoWi-Lehrer direkt auf das Event und den Artikel hier ansprechen. Einfach dran bleiben. Aktiv sein. Da geht bestimmt was.
Ich fände es gut wenn es so etwas auch schon für die Jahrgangsstufe 10 geben würde, manche von uns besuchen nicht
die Oberstufe und wollen trotzdem mal sowas erlebt haben!