Tagesarchiv für den 29. Oktober 2005

Okt 29 2005


Online-Redaktion

Zeitunglesen - Medienpädagogisches Projekt
mit der Süddeutschen Zeitung

(Fortsetzung)

Am kommenden Montag, den 31. Oktober, startet das erste medienpädagogische Projekt der Christophorusschule mit der Süddeutschen Zeitung (SZ) - Deutschlands auflagenstärkste überregionale Abo-Tageszeitung.

Fünf Wochen lang, bis Anfang Dezember, erhalten 30 Teilnehmer kostenfrei die SZ nach Hause geliefert. In Realschule/Gymnasium (17 Teilnehmer) und im Wohnbereich (13 Teilnehmer) werden die teilnehmenden Schüler aus den Jahrgangstufen 8 bis 10 im Projektverlauf zunächst lernen, wie man ein Printmedium wie die SZ gezielt nutzt, um schulische Anforderungen zu unterstützen und die Freizeit zu bereichern. AKTIVES LESEN ist angesagt. Eine Fähigkeit und ein Bedürfnis, das im Zeitalter virtueller Medien zu verkümmern droht.

In einem zweiten Schritt ist das AKTIVE KREATIVE TUN gefragt. Die Schüler sind aufgefordert, selbst zu schreiben, zu fotografieren und zu gestalten. Die tägliche SZ-Lektüre dient als Inspiration und Orientierung. Veröffentlicht werden die Beiträge im schuleigenen Weblog CJD-Update. Die fachliche Betreuung erfolgt durch die Weblog-AG. Zusätzlich werden im Wohnbereich eigene Arbeitsgruppen gebildet.

In einem dritten Schritt werden die Schüler angeleitet, am Redaktionsblog der SZ, Jetzt.de, EIGENSTÄNDIG teilzunehmen. Die Schritte zwei und drei sind natürlich rein fakultativ, verstehen sich als offene Angebote. Dank des von der SZ zur Verfügung gestellten umfangreichen pädagogischen Begleitmaterials ergeben sich Anregungen für zahlreiche fachübergreifende Arbeitsfelder. Besondere Berücksichtigung finden dabei die Fächer Deutsch, Kunst, Politik, Musik und Wirtschaftslehre. Aber auch den Naturwissenschaften und Sprachen eröffnen sich spannende Möglichkeiten.

Mathematik und Physik sind zum Beispiel im Wirtschafts- und Wissenschaftsteil der SZ allgegenwärtig. Für die Fremdsprachen kann das Feuilleton und die montags der SZ beiliegende englische Ausgabe der NEW YORK TIMES als Inspiration dienen.

Noch vor Beginn des Projektes ergab sich eine erste Hürde. Es fand sich kein Zeitungsvertrieb für unsere „Schule im Grünen.“ Grund: zu abgelegen. Einen solchen Service extra einzurichten, würde der SZ täglich 27 Euro kosten. Was in fünf Wochen einen stattlichen Betrag ergeben würde. Um dem zu entgehen, erhalten die Teilnehmer aus dem Wohnbereich Gutscheine. Diese können sie täglich einlösen – im nahen Supermarkt etwa. Vorteil: wer am Wochenende nach Hause fährt, kann den Gutschein für die Wochenend-Ausgabe am Wohnort einlösen. (w)

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