Monatsarchiv für Juni 2005

Jun 22 2005


Online-Redaktion

Vorsicht, Hundehalter!

(Fortsetzung)

(Bild: Andreas Bubrowski)

… In Wirklichkeit naht wieder ein Gesetz, das mit viel Verwaltungsaufwand Wirkungen zu kaschieren sucht, die Ursachen des Problems aber unangetastet lässt. Was hat es denn eigentlich mit diesen Übergriffen von Hunden auf Menschen auf sich?

Ich selbst wurde vor einigen Jahren von einem Hund gebissen. Damals war ich zehn. Es war ein Schäferhundmischling. Den ganzen Tag hatte ich mit ihm gespielt und mich sogar mit ihm angefreundet. Am Nachmittag zogen wir uns dann gemütlich in die Gartenlaube zurück, um Kuchen zu essen. Roy, so hieß mein neuer Freund, durfte natürlich mit hinein, sah uns gebannt zu und spähte, ob nicht etwas für ihn abfallen würde.

Als ich mit Essen fertig war, wollte ich weiter mit ihm spielen. Roy stand noch immer in erwartungsvoller Spannung am Tisch. Die anderen aßen noch. Er konnte also weiter hoffen, einen süßen Happen abzubekommen. Ich stand auf, ging um ihn herum, öffnete die Tür und versuchte, ihn von hinten zu streicheln.

In dem Moment tat Roy einen erschreckten Satz um seine eigene Achse und schnappte zu. Ich schrie auf und begann zu weinen. Roy ließ sofort von mir ab, fing an zu jaulen und versuchte mich zu trösten.

Was war passiert? Hunde sind generell futterneidisch. Das liegt in ihrer Natur. Er hatte mich nicht bemerkt, war auf das Geschehen auf dem Tisch konzentriert und in Erwartung eines Leckerlis. Meine Berührung hatte ihn erschreckt. Reflexartig nahm er an, es würde sich ein „Konkurrent“ SEINEM Fressplatz nähern und ihn verdrängen. Wie es sich für einen guten Hund gehört, hat er in dem Fall sein „Revier“ zu verteidigen. Roys Reaktion war also richtig und vorhersehbar. Das Problem war also nicht der Hund, sondern meine Unerfahrenheit im Umgang mit ihm.

Ein weiteres Merkmal, dass Roy kein „bissiger Hund“ war, ist seine aufrichtige Reue, mir versehentlich Schmerz zugeführt zu haben. Und sein ehrliches Bemühen, sich bei mir zu „entschuldigen“.

Ich sage: Wenn Hunde Kinder beißen, dann sind nicht die Tiere schuld, sondern die Tierhalter. Viele Menschen legen sich einen Hund zu, ohne viel über seine Wesensart zu wissen. Es gibt viele Hunde, die nicht gehorchen, weil die Erziehung nicht konsequent genug war oder weil Herrchen oder Frauchen nicht genug Erfahrung im Trainieren des Tieres haben. Oft werden Tiere eingeschläfert, wenn sie einmal gebissen haben. Die Menschen vergessen dabei, dass ein Hund KEIN Mensch ist und es auch nie sein wird. Im Rudel müssen sich die Hunde behaupten. Es ist ein Kampf, seine Position im Rudel zu bestimmen.

Doch warum genau beißt ein Hund? Wie kann man das verhindern? Der Hund muss seinen festen Platz in der Familie finden. Er sieht sich selbst ganz unten in der Rangordnung. Hunde brauchen, wenn sie mit Menschen zusammenleben, eine strenge Hand. Das heißt nicht, dass man sie schlagen soll! Der Hund benötigt für ihn erkennbare Grenzen und liebevolle Autorität. Und nur der erfahrene Hundehalter weiß, wie für diese Grenzen genau beschaffen sein müssen.

Zuallererst müssen Hunde artgerecht gehalten und gefördert werden. Grundvoraussetzung ist ein der Größe entsprechender Lebensraum. Doch das ist nicht genug. Wer sich einen Hund zulegen möchte, sollte sich daher zuvor folgende Fragen beantworten:

Bin ich bereit, jeden Tag zirka zwei Stunden mit ihm spazieren zu gehen? Das ist das Minimum. Es muss nicht am Stück sein, doch muss der Hund viel laufen und sich austoben können. Sonst ist er unausgeglichen.

Bin ich bereit, ihn zu fördern, mit Suchspielen oder zum Beispiel mit Agility-Training? Ein Hund braucht Beschäftigung. Das senkt die Aggressionsbereitschaft.

Bin ich bereit, meine Urlaubsplanung anzupassen? Der Hund muss mit. Das kann Einschränkungen für den Urlaubsablauf nach sich ziehen. Habe ich im Notfall jemanden, der sich um ihn kümmert, wenn ich nicht da bin? Der Hund ist ein Familienmitglied, kein Spielzeug, das man im Schrank verstauen kann. Ist der Hund erst da, muss man auch auf seine Bedürfnisse eingehen, wie für jedes andere Familienmitglied auch.

Zum Beispiel wird man zukünftig auf den luxuriösen Club-Urlaub verzichten müssen und stattdessen Reiseziele wählen, an denen auch der Hund willkommen ist und genügend Auslauf hat.

Wer nicht alle Fragen mit „Ja“ beantworten kann, sollte sich keinen Hund anschaffen. Gerade das erste halbe Jahr des Zusammenlebens ist für den Charakter des Tieres prägend. Hier ist ein genauer Fahrplan empfehlenswert, der vor allem vom zukünftigen Halter konsequentes Handeln und Selbstdisziplin verlangt. Besonders diejenigen, die noch keine Hund hatten, sollten sich dabei vom Fachmann beraten lassen.

Jedem Hundebesitzer ist zu raten, einen Hundeführerschein abzulegen. Das gewährleistet den harmonischen Umgang des Mensch mit Hunden und verringert das Risikopotenzial. Es reicht nicht, nur den Umgang mit „gefährlichen“ Rassen zu regeln. Man kann das Aggressionspotenzial des Hundes nicht an der Rasse festmachen. Die neuesten Studien belegen, dass die wenigsten Attacken von „Kampfhunden“ ausgehen. Das mag daran liegen, dass für diese Hunde ohnehin Maulkorb- und Leinenzwang besteht. Hunde generell an der Leine zu führen ist nicht artgerecht! Hunde müssen laufen können. Da reicht kein Garten. Sie müssen mit ihren Artgenossen oder mit Menschen toben können.

„Leinen fördern die Aggression. Weil die Tiere, die immer an der Leine gehalten werden, nicht mehr normal agieren können“, so Prof. Hackbarth vom „Institut für Tierschutz und Verhalten“.

(nira)

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Jun 20 2005


Online-Redaktion

Endlich wieder leben! Die Erlebnisse einer 14-Jährigen.

CJD-Update-Pic-Legi-GruppeLeben im Wohnbereich (Foto: privat)

Oberurff - Bevor ich hier auf diese CJD-Schule kam, war ich auf einer „Integrierten Gesamtschule“. Ich hatte als Legasthenikerin riesige Schwierigkeiten in der Schule mitzuhalten. Nach jedem Schultag galt es irgendwelche Nachhilfen und festgelegte Freizeitaktivitäten durchführen. Es gab so gut wie nie Freizeit, die ich nur für mich oder meine Freunde hätte nutzen können. Meistens kam ich erst zwischen 18 und 19.00 Uhr nach Hause und musste dann noch die ganzen Hausaufgaben erledigen. So etwas wie richtige Freundschaften kannte ich nicht wirklich! Ich konnte mich ja auch nie mit Freunden treffen oder etwas mit ihnen unternehmen. Die Noten wurden immer schlechter und ich war ziemlich kaputt. Mir ging es einfach schlecht.

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Jun 19 2005


Online-Redaktion

APO - rätselhafte Abkürzung.

Abgelegt unter Internet & Computer

(Quelle: Rhetorik.ch)

Zugegeben, die Zeiten der APO sind eine Weile her, auch wenn sie durch die Jugendsünden von Außenminister Joseph Martin (”Joschka” Fischer kurzzeitig ins Rampenlicht geriet.

Für Schüler, die einen Geschichtstest über sich ergehen lassen mussten, erwies sich besonders das P als schwierig zu knacken.

Hier ein paar Auflösungen:

Außenpolitische Opposition
Außerplanmilitätische Opposition
Arbeiterpartei Ostdeutschland
Außerplanetarische Opposition
Außerplanerische Opposition

Richtig ist natürlich: Außerparlamentarische Opposition.

(kvu)

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Jun 17 2005


Online-Redaktion

Legastheniezentrum: Da stimmt was nicht!

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Oberurff - Das kann man so nicht sagen . Aber vielleicht ticken die Uhren hier ein bisschen anders. Ein Bewohner des Legastheniezentrums in Oberurff stellt sein zweites Zuhause näher vor. (Bilder: Jugenddorf-Christophorusschule Oberurff)

CJDUpdate-LegihausDas so genannte Legi-Haus ist das Zentrum der Legasthenie. Es heißt so, weil sich hier die Legis zwischen 13.45 Uhr und 16.00 Uhr treffen, um zusammen zu lernen und auch Spaß zu haben.

CJDUpdate-LegiEingangDer freundliche Eingang begrüßt die Schüler jeden Tag aufs Neue.

CJDUpdate-LegiEingang2Im Eingangsbereich trifft man sich. Hier kennt jeder jeden gut. „Ups“ - auf dem Pic ist ja niemand zu sehen? Klar doch - in den Trainingsräumen wird gerade gearbeitet!

CJDUpdate-LegiSofaeckeDie begehrte Sofaecke steht hoch im Kurs, wenn jemand einmal keinen Bock mehr hat, Ruhe sucht oder mit mehreren Leuten einfach nur abhängen will. Manchmal fliegen auch die Kissen…

CJDUpdate-LegiTurboWer einmal Druck ablassen muss, kann auf den „Turboboden“ gehen und sich so richtig austoben. Dabei muss niemand Angst haben, etwas kaputt zu machen!

CJDUpdate-LegiKonferenzDer „Konferenzraum“ wird nicht nur für Jugendamtsgespräche genutzt. Er ist auch bei den Lehrern als „Leihcafeteria“ beliebt. Manchmal muss man hier auch ein ernstes Gespräch über sich ergehen lassen. Selten erforderlich!

CJDUpdate-Legi25JahreDas waren ein paar kleine Eindrücke aus unserem Legizentrum. Einem Ort, an dem man als Legatheniker verstanden wird, Chancen bekommt und sich wohlfühlen kann! Seit über 25 Jahren!

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Jun 16 2005


Online-Redaktion

Abi-Streich - Portraits

Abgelegt unter Bilder der Woche

CJD-Pic-DJ1DJ at work

CJD-Pic-9c1Spaß - auch für Nicht-Abiturienten

CJD-Pic-ZuschauerZuschauer

CJD-Pic-DrinksErdbeer-Bowle…

CJD-Pic-ScheuklappenScheuklappen

Blind-FaithBlindes Vertrauen

CJD-Update-MauriceMaurice

RelaxxRelaxx…

Relaxx II

Patrouille

Völkerwanderung

Young Love

DJ

(Bilder: Andreas Bubrowski)

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Jun 14 2005


Online-Redaktion

Morgenstund hat … „gähhhhn“

CJD-Pic-SZJuni2005

München - Kein Grund mehr, über eine Klassenarbeit in oder nach der vierten Stunde zu klagen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, haben Untersuchungen der Northwestern-University in Chicago gezeigt, dass bei Schülern die Leistungsfähigkeit am „frühen“ Morgen, also in den Stunden eins bis drei, deutlich geringer ist als in den Stunden nach 11.00 h oder gar am Nachmittag. Die in Oberurff angebotene Nachmittagsbetreuung ist also auch aus diesem Grunde lohnenswert.

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