Mai 19 2005

Fettes Brot

Abgelegt 17:19 unter CDs

„Am Wasser gebaut“
Meine Punkte: 4 aus 5

„Fettes Brot“, eine Band, von der man glaubte, sie würde nicht mehr existieren, bringt nun, nach 5-jähriger Pause, eine neue CD namens „Am Wasser gebaut“ heraus.

Berühmt wurde „Fettes Brot“ 1996 mit dem Liebeslied „Jein“. Später rutschte die Band durch Songs wie „Mehr Bier“ auf das Niveau einer Ulkband herab.

In ihrem neuen Werk befassen sich die drei Hip Hopper aus Hamburg nun mit durchaus ernsteren Themen, haben aber ihren Sinn für Humor dabei nicht verloren. Die CD startet gleich mit dem schwungvollen Partyhit „Wie immer“, gefolgt von „Emanuela“, welcher anfangs durch den Marsch-Rhythmus ein wenig gewöhnungsbedürftig ist.

Es geht weiter mit der gefühlvollen Ballade „Soll das alles sein?“, die sich mit den Problemen einer allein erziehenden Mutter befasst und zum Nachdenken anregt. Auf Tracks wie „Jasmin“ und dem rumbamäßig angehauchten Song „Cuba“ erzählen die „Brote“ von ihrer ersten großen Liebe, nehmen Auswüchse kapitalistischen Wirtschaftens kritisch aufs Korn und formulieren ihren Wunsch auf ein mehr menschliches Miteinander. Durch ihre Wortgewandtheit und den feinsinnigen Umgang mit Sprache sind sie in der Lage, Situationen und Gefühle treffend zu beschreiben und auszudrücken. Davon könnte sich die „Aggro-Generation“, die durch einfachste Wortwahl und oberflächige Texte glänzt, getrost eine „fette“ Scheibe abschneiden.

Insgesamt haben „Fettes Brot“ mit „Am Wasser gebaut“ ein klasse Album abgeliefert. Sie zeigen damit, dass sie es noch immer spielend leicht mit der „Aggro-Generation“ aufnehmen können! Und retten damit den deutschen Rap vor dem Abstieg ins Seichte. (LINUS)

Popularity: 8%

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken | Zuletzt aktualisiert: 29.03.2006, 00:34 Uhr


Artikel mit ähnlichem Bezug:

>Mal was Neues zu Sylvester: Brot statt Böller>>Besuch des France Mobil>>Neue Browser: Surfen ist out - Surfen-lassen in>>Gedenkstätte Buchenwald: Studienausflug der Klassen 10c und 10g>

5 Kommentare

5 Kommentare to “Fettes Brot”

  1. Online-Redaktion Identicon Icon Online-Redaktionam 20. Oktober 2008 um 16:13 5

    Fettes Brot 2008:

  2. redaktion_wm Identicon Icon redaktion_wmam 16. Juli 2008 um 19:21 4

    Bettina, Brüste und Erdbeben - das sind die Highlight, mit denen Fettes Brot sich zurückgemeldet hat. Dazu ein Video-Interview vom 16. Juli im Morgen-Magazin von N-Joy: Fettes Brot: Interview bei N-Joy hm.png

  3. vampy Identicon Icon vampyam 11. Juli 2006 um 9:39 3

    Fettes Brot wird nie eine Ulkband sein

  4. Celepe Identicon Icon Celepeam 28. Juni 2006 um 7:52 2

    Ich finde kaum, dass Fettes Brot mit dem Titel Meh´ Bier auf das Niveau einer Ulkband herabgesunken ist. Das ist ein Partylied und kommt bis jetzt überall gut an!
    Berühmt wurden sie auch nicht nur ausschließlich durch das Lied “Jein”, was im Übrigen auch kein Liebeslied ist, sondern von Unentschlossenheit handelt.

  5. Mazzic Identicon Icon Mazzicam 23. Juni 2005 um 16:04 1

    Echt Coole Music; Geile CD

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben

Du musst angemeldet sein, um kommentieren zu können.