Ästhetik des Be=Greifens: Sechste Klasse genießt Mathematikum

Treu sorgende Eltern in Nordhessen waren häufig längst im Mathematikum in Gießen, wenn in der sechsten Klasse turnusmäßig der Besuch der Ausstellung mathematischer Objekte zum Anfassen ansteht. Also erst mal lange Gesichter bei der Planung der Exkursion: „kenne ich schon“, „war ich schon mit meinen Eltern“.

Mathematische Zusammenhänge BE=GREIFEN - macht auch Spaß. Bild: A. Bubrowski / CJD Oberurff

Mathematische Zusammenhänge BE=GREIFEN – macht auch Spaß. Bild: A. Bubrowski / CJD Oberurff

Dann sollen sich 25 Schüler aber plötzlich entscheiden – für ein Objekt, IHR Objekt. Beschreiben, skizzieren und daheim zur aussagekräftigen Präsentation formen. Da werden aus 25 Schülern 25 Forscher. Statt gedankenlosem Bewegen von beweglichen Teilen beginnt ein BEGREIFEN von Objekten im Sinne der Erfinder des Mathematikums, als ein BE=GREIFEN. Dem Lehrer bietet sich ein faszinierend ästhetischer Anblick freudvollen Forscherdrangs. Weiterlesen

AUS DEM CJD-UPDATE-ARCHIV
Artikel älter als ein Jahr, zufällig ausgewählt:
Physik 10: Radioaktive Strahlung

Aufbruch nach Sek II
(Bild: CJD-Update)

Letzte Gelegenheit vor der Oberstufe. Die 10a – eine der drei Klassen des gymnasialen Zweigs der Jahrgangsstufe 10 – hat diese am Schopfe gepackt und in Physik das eher abstrakte Thema RADIOAKTIVITÄT mit anschaulichen Präsentationen lebendig ausgestaltet. Themen waren das Lebenswerk der Forscher Marie und Piere Curie, die historische Entwicklung der Atommodelle und die verschiedenen Formen radioaktiver Strahlung. Sichere Vortragstechnik und Medienkompetenz sind am Bewerbermarkt zunehmend gefragt. Gute Gelegenheit, beides zu trainieren. Der Vortrag von Marcel Laubach und Julian Thier hat in Beidem besonders überzeugt Weiterlesen

Farbstoffe in Kleidung: Schick aber ätzend?

VON LILLY WIEGAND

Im Physikunterricht1 behandeln wir zurzeit das Thema Farben und als Praxisbezug Farbstoffe. Um herauszufinden, in welchem Umfang wir jeden Tag Farbstoffen ausgesetzt sind, haben wir auch einen Blick auf die Farbstoffe in Kleidung geworfen. Viele Menschen machen sich Gedanken darüber, welche Kleidung sie tragen und welche Marken angesagt sind. Aber woher kommen diese ganzen Kleidungsstücke, die in Massen in den Läden und im Internet verkauft werden?

Farbstoffe finden sich in zahlreichen Lebensbereichen, etwa auch bei Zeitungsdruck. Schüler der 9b lassen sich bei einer Betriebsbesichtigung der HNA-Druckerei in Kassel das Subtraktionsverfahren beim Offsetdruck erklären. Die Verfasserin r. außen. Bild: A. Bubrowski / CJD Oberurff

Farbstoffe finden sich in zahlreichen Lebensbereichen, etwa auch bei Zeitungsdruck. Schüler der 9b lassen sich bei einer Betriebsbesichtigung der HNA-Druckerei in Kassel das Subtraktionsverfahren beim Offsetdruck erklären. Die Verfasserin r. außen. Bild: A. Bubrowski / CJD Oberurff

Oft ist die Produktion mit unfairem Handel und schlechten Arbeitsbedingungen verbunden. Besonders das Färben der Textilien ist sehr schädlich für die Menschen, wenn dabei ätzende Farbstoffen eingesetzt werden. Auch für die Umwelt und natürlich für uns „Träger“ sind die Farbstoffe in den Kleidungen schädlich. Was schick aussieht, ist oft von ätzender Wirkung auf der Haut. Weiterlesen

  1. gymnasiale Jahrgangsstufe neun

Bildungstheoretiker reden lebensfrohe Jugend unglücklich, weil sie nicht rechnen können

Dramatische Schlagzeilen Mitte April: „Gut situiert, aber unglücklich“, so Süddeutsche Zeitung hm.png; „Erfolgreich, aber unglücklich“, bei tagesschau.de hm.png. „Lernen, lernen, lernen“ verlautet bedrohlich der SPIEGEL hm.png und lässt im Interview einen Soziologen, der das alles offenbar schon immer gewusst hat, eine gelehrte Begründung darlegen. Peinlich nur: die mutmaßlich richtigen Schlussfolgerungen und Erklärungen basieren auf falscher Voraussetzung.

Einmal weinend - immer weinend? Symbolbild. Foto: crimfants/Flickr

Einmal weinend – immer weinend? Keineswegs! Symbolbild. Foto: crimfants/Flickr

Also kein Grund zur Sorge. Unsere Jugend lebt im Großen und Ganzen lebensfroh und unbeschwert1. Zumindest EIN Journalist, der nicht nur etwas von seinem Fach versteht, sondern in der Schule auch Rechnen gelernt hat2, hat sich die UNICEF-Tabellen genau angesehen. Und dabei festgestellt: Ein Blick auf die Statistik entkräftet jede Empörung. Eine Betrachtung von Online-Redakteur Sebastian Ehlers. Weiterlesen

  1. Ja, fast ZU unbeschwert. Nach neuesten Umfragen sind die meisten Jugendlichen fest davon überzeugt, einmal einen gut bezahlten und sicheren Job zu bekommen, was angesichts des unwägbaren Ausgangs der Wirtschafts- und Finanzkrise fast zu optimistisch erscheint. Unter 25 macht sich zudem kaum jemand Gedanken über seine Altersvorsorge.
  2. Martin Spiewak: Die Mär vom großen Unglück – Deutschlands Jugend fühlt sich recht wohl, Südeutsche Zeitung, 13. April 2013

Triathleten überzeugen beim Duathlon in Großenenglis

VON MARCEL KRUG

Am 28. April 2013 starteten acht Triathleten des CJD Oberurff unter Leitung und Betreuung des Trainergespanns Rolf Kather und dem Verfasser beim 19. Viktoria Duathlon in Großenenglis. Die beste Platzierung erreicht Danny Schmidt bei seinem Debüt mit dem Alters­klassen­platz fünf. Auch Simon Korbel und Christian Renger freuten sich über ihr erfolgreiches Debüt.

Die Triathleten des CJD Oberurff in Großenenglis 2013 (v. l.): Trainer Rolf Kather, Kevin Nagel, Eiko Berlitz, Trainer Marcel Krug, Simon Kordel, Moritz Kodlin, Andreas Meyer und Niclas Aue. Es fehlen: Christian Renger und Danny Schmidt. Foto: privat

Triathleten des CJD Oberurff, Großenenglis 2013 (v. l.): Rolf Kather, Kevin Nagel, Eiko Berlitz, Marcel Krug, Simon Kordel, Moritz Kodlin, Andreas Meyer und Niclas Aue. Es fehlen: Christian Renger und Danny Schmidt. Foto: privat

Insgesamt lassen die Ergebnisse allesamt auf eine weiter erfolgreiche Saison hoffen. Ehrgeiz ist zwar wichtig, aber das Gemeinschaftsgefühl unter den Jungs darf darunter nicht leiden! resümierte Rolf Kather im Hinblick auf die nächsten Wochen und Monate. In einem Punkt waren sich Athleten und Trainer sicher, solche Erlebnisse verbinden über die Schule hinaus und bleiben lange in Erinnerung. Weiterlesen